Dresden isst fantastisch – ich auch!

Im Leben nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich mich nach der (nicht unangenehmen) Tour de Force während meiner ersten Schwangerschaft, in der ich bis ins dritte Trimenon hinein als Restaurantkritikerin für die 2011er-Jahresausgabe des damaligen AUGUSTO-Magazins unterwegs war, bei meiner zweiten Schwangerschaft in einer vergleichbaren Situation befinden würde.

Und doch, und doch:

Bei der Arbeit.

Bei der Arbeit.

Seit Anfang Februar watschle ich zweimal die Woche im Auftrag der Dresdner Neuesten Nachrichten für „Dresden isst fantastisch“ los, um jedes Mal erstaunt festzustellen, dass sich für ein Gourmetmenü auch in einem Kugelbauch noch Platz finden lässt.

Einen interessanten Unterschied zu der sonst eher diskreten Tätigkeit gibt es. Denn diesmal befinde ich mich gelegentlich in der Gesellschaft von DNN-Lesern, die meine eigenen (Geschmacks-)Urteile durchaus herausfordern. Wenn in der Runde ringsum nur zufriedene Seufzer zu hören sind, die sich bei mir partout nicht einstellen wollen. Wenn Stoffservietten als wichtiger angesehen werden, als guter Service. – So wenig ich es leiden kann, nach einem Kinobesuch Gesprächsfetzen aufzuschnappen, noch ehe sich in mir ein eigenes Urteil verfestigen konnte, so gerne spiele ich als Restaurantkritikerin Mäuschen. Denn diese Reibung schärft letztlich die eigene Wahrnehmung.

Ab morgen sind meine Kritiken, von denen die DNN jeweils freitags zwei abdruckt, um jeweils eine Woche zeitversetzt auf meinem Sprachschmarrn-Blog zu finden. Ich würde mich freuen, auch einmal mir bekannte Gesichter unter den Genießern zu finden. Wie und zu welchen Terminen das geht, habe ich hier kurz vorgestellt: „In eigener Sache: Dresden isst fantastisch 2015“. Wer fleißig alle Restaurants testet und bewertet, kann sogar Gutscheine gewinnen.

Man sieht sich?

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3 Kommentare zu Dresden isst fantastisch – ich auch!

  1. Hmm.. von den Sachen mit festem Termin hab ich bisher noch nicht mal ein einziges aufgesucht.

    Im „El Rodizio“ war ich diese Woche erst (und nicht gerade begeistert, aber ich hätte mich auch nicht durch sozialen Druck zu „all-you-can-eat“ bewegen lassen dürfen) und „Espitas“ hab‘ ich sowohl in Zwickau, Chemnitz als auch beide in Dresden aufgesucht. Das ist für mich aber auch eher eine Cocktail-Bar als ein richtiges Restaurant.

    • Meiner Meinung nach fallen sowohl das Espitas als auch das El Rodizio etwas aus dem Rahmen der anderen Etablissements. Aber warum nicht auch mal andere Wege beschreiten … Natürlich kann man diese beiden Lokale nicht mit Gourmet-Maßstäben messen. Dennoch kann ich nicht behaupten, dass ich mich nicht amüsiert hätte. Auch meine Kollegin Annett Groh, die freundlicherweise für mich einsprang, als ich zum Espitas-Termin an einer Grippe laborierte, scheint trotz oder gerade wegen Heuschrecken und Würmern ihren Spaß gehabt zu haben.

  2. Miss Mao sagt:

    “ Ich würde mich freuen, auch einmal mir bekannte Gesichter unter den Genießern zu finden. „… Ich hätte so gern den „Engel für Pirna“ mit dir zusammen verschlungen. Stattdessen: schnief, hust, seufz.
    Guten Appetit!

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