Nicht mehr alle Tassen im Schrank oder: Warum man hier auch weiterhin eher über schöne Gegenstände als hässliches Zeitgeschehen lesen wird

Nachdem meine kleine Familie und ich jüngst von Gastroenteritis gebeutelt wurden (so heftig, dass meine beiden Augen trotz Genesung auch Tage später blutunterlaufen sind), führte mich mein erster Auftrag auf wackligen Beinen in eine Ausstellung, über die ich gerne ein wenig ausführlicher berichten möchte, wenn sich die Chance ergibt.

Alle Tassen im Schrank: Ausstellungsexponat im Deutschen Hygiene-Museum.

Alle Tassen im Schrank: Ausstellungsexponat im Deutschen Hygiene-Museum.

Hin und weg war ich jedenfalls von diesem Tassen-Stilleben im Rahmen der Schau. Niemand sah hin, als ich ins Regal griff, um den Unterboden der Tassen auf Herstellerangaben zu untersuchen, und ich bin mir fast sicher, niemand hätte bemerkt, wenn dort plötzlich zwei Tassen weniger stehen würden. Ich war in der Tat magisch angezogen von diesen Designs aus meiner Kindheit. Aber auch eine Elster wie ich verfügt über so etwas wie Berufsehre (man will ja am Ende nicht etwa als Repräsentant der Lügenpresse dastehen).

Apropos „nicht mehr alle Tassen im Schrank“: mich beschäftigt das Zeitgeschehen hier in Dresden immens, wenngleich widerwillig. Wenige Monate, nachdem ich „meinem“ Dresden so etwas wie eine Liebeserklärung machte, weiß ich nicht mehr, ob ich hier noch leben will, sollte der Kleingeist die Oberhand gewinnen. Aber diese endlosen (fruchtlosen?) Diskussionen in mein Journal zu hieven, welches doch ein Ort für gute Nachrichten sein will? Ich bringe es nicht über mich. Außerdem habe ich das Gefühl, mich auf Twitter zu diesem Thema effektiver vernetzen zu können. Wer mir folgen will: @Muyserin.

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