„Eines der besten Cafés Deutschlands!“

Meine Mutter ist mal wieder zu Besuch. Ich schlage ihr vor, sich anzusehen, wie die Pillnitzer Kamelie ihr Winterquartier bezieht.

(Davon erfuhr ich aus der Lokalpresse. Schade, dass sich die Öffentlichkeitsarbeit ebenfalls bereits in den Winterschlaf verabschiedet zu haben scheint – das Ereignis fand weder auf der offiziellen Seite von Schloss & Park Pillnitz noch auf der Unterseite über die Kamelie selbst Erwähnung.)

Abends fällt meiner Mutter ein: „Oh, ich hatte uns allen doch noch Kuchen mitgebracht – von einem der besten Cafés Deutschlands.“ Erwartungsfroh sieht sie mich an, als müsse ich sofort wissen, wovon sie redet, aber ich bringe nur ein mitteleloquentes „Hä?“ zustande. „WIPPLER!“, fällt es ihr schließlich ein. Nun, wenn das so in Schwaben kolportiert wird, dann muss was dran sein. Rhabarber und Pflaume vom Blech haben mir diesen Post jedenfalls versüßt.

Die Cosel im Café …

Die Cosel im Café …

Übrigens: wenn ich Schloss und Park Pillnitz besuche, mache ich’s wie die Coseln und kehre im Imbiss am Schlossparkplatz ein. Die Suppen sind habhaft, die Kuchenstücke sind riesig (und gut), und trotz Massenbetrieb geht es immer freundlich zu.

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4 Kommentare zu „Eines der besten Cafés Deutschlands!“

  1. stefanolix sagt:

    Meine Frau und ich haben neulich das Café Wippler in Pillnitz getestet. Wir fanden es ganz in Ordnung. Bei schönem Wetter macht es Freude, draußen zu sitzen – und es schien aus Sicht von Eltern mit kleineren Kindern auch relativ kinderfreundlich zu sein.

    • Ich mag Wippler auch wirklich gerne. Mich hat eben amüsiert, dass meine Mutter irgendwo dieses „Etikett“ aufgeschnappt hatte (ich meine, gelesen zu haben, dass Wippler an einem bundesweiten, im TV übertragenen Backwettbewerb teilgenommen hatte) und nun mit einem „Fakt“ ausgestattet in Pillnitz unterwegs war, welches den Dresdnern schnurzpiepegal sein dürfte, weil die schon immer wussten, dass Wippler eine gute Bäckerei ist, PR-Lorbeeren hin oder her. Apropos PR, die Website der Bäckerei ist informativ, gut gepflegt und kommt nett daher. Das ringt mir viel mehr Respekt ab! :)

    • Zur Kinderfreundlichkeit möchte ich noch folgende Anekdote anfügen, die mir meine Mutter erzählte: gestern, Wolkenbruch. Meine Mutter und meine Freundin suchen mit zwei Kleinkindern Zuflucht vor den Wassermaßen und schlagen in einem dem Spielplatz nächstgelegenen Lokal auf. Es ist ein großes Etablissement, nur ein weiterer Tisch besetzt. Trotzdem setzt die junge Bedienung ihr missmutigstes Gesicht auf, als die Kinder sich nicht im Flüsterton unterhalten (das dort immer laute Musik läuft, geschenkt). Nie im Leben würde ihr einfallen, die Kindern mal anzusprechen, ein nettes Wort an sie zu richten, um vielleicht auf diese Weisen den Kindern klar zu machen, dass ihre Anwesenheit geschätzt wird, aber es auch noch andere Menschen hier gibt, auf die sie Rücksicht nehmen sollten. Ich bin der Meinung, diese spielerische Art der Interaktion hätte schon viel gebracht. Und ich muss einmal mehr an den Italienurlaub denken, wo unser „Bombolone“ andauernd gekniffen, getätschelt, angelächelt und mit ihm geschäkert wurde.

  2. Schlachterin sagt:

    Ach, Pillnitz! Wie lang das schon wieder her ist …

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