Grillgefährt(en) am Elbufer

Es ist einer dieser wunderschönen Spätsommernachmittage. Mein Mann und ich holen gemeinsam das Bubele von der Tagesmutter ab. Eisessen im Rosengarten, Ballspielen auf den Elbwiesen. Irgendwann erreichen wir die Baumgruppe unterhalb des Diako. Ich setze mich aufs Gras zwischen den Bäumen, genieße das gewaltige und doch sanfte Rauschen der Blätter über mir.

WTF?

Hinter meinem Rücken erklingt Musik. Doch die Prozession, die mit Kugelgrill und Boxenwagen anrollt, chantet keine Hare-Krishna-Hymnen. Nein, Metal muss es sein fürs Grillerchen. Und als Ort hat man sich einen Fleck keine zehn Meter von mir auserkoren.

Grillgefährt(en).

Grillgefährt(en).

Die vollkommene Abwesenheit von Feingefühl innerhalb dieser Gruppe – etwa der Gedanke, dass man ein paar Meter weiter ziehen könnte, oder dass die eigene Musik Leute, die hier der Ruhe wegen hergekommen sind, stören könnte – fasziniert mich. Am skurrilsten aber dieses Grillgefährt.

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Ein Kommentar zu Grillgefährt(en) am Elbufer

  1. Zackbäm sagt:

    Mit Metal wenigstens mal Leute mit Geschmack. Sonst trifft man ja immer nur auf Hip Hop oder Techno.

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