Weihnachten mit Gospel und Spenden

Nach mehreren Wochen, die mich beruflich wie privat an die Grenzen meiner Belastbarkeit führten, genieße ich die weihnachtliche Ruhe.

Höhepunkt des gestrigen Tages, neben den Reaktionen des Bubeles auf die festlich geschmückte Stube, war der Gottesdienst der Gospelnight Dresden in der Strehlener Christuskirche, den ich in Begleitung meines Bruders besuchte. (Ein Beitrag auf MDR Figaro hatte mich am Vortag neugierig gemacht.)

Was ist das nur mit mir, kam ich einmal mehr mich zu fragen nicht umhin, dass ich in Konzerten regelmäßig bei den ersten Tönen vor Rührung in Tränen ausbreche. – Vielleicht ein Fingerzeig, mich im nächsten Jahr zur Abwechslung selbst einmal bei einem Musikprojekt zu engagieren und das Feld nicht immer dem Feinrippverfechter zu überlassen, der in diesem Advent in Sachen Musik wieder gut unterwegs war.

Herrnhuter Stern in der Kuppel der Christuskirche Strehlen.

Herrnhuter Stern in der Kuppel der Christuskirche Strehlen.

Um das obige Motiv mit der Handykamera einzufangen, musste ich den Kopf in den Nacken legen. Kurz darauf nahm ich ein überirdisches Knistern und göttliche Wärme wahr. Es waren aber nur meine Haare am Hinterkopf, die in Flammen standen. Ich hatte nämlich eine brennende Kerze auf dem Sims hinter mir übersehen. Der Geruch, der sich danach in der vollbesetzten Kirche ausbreitete, war wenig weihnachtlich. Sei’s drum. Ein fantastischer Abend.

Da ich mir in der Woche vor Weihnachten zwar immer wieder zu spenden vorgenommen, jedoch nie die Zeit gefunden hatte, wollte ich mich nach dem Konzert nicht lumpen lassen. Die Erlöse aus dem spendenfinanzierten Konzert gehen unter anderem an das Projekt Lischa, das ausführlich vorgestellt wurde und meine volle Unterstützung hat.

Wer noch nicht gespendet hat, könnte dies doch als Anregung nehmen: Kindern und vor allem Mädchen im Himalaya eine Mahlzeit und somit den Bildungsweg zu ermöglichen. Weil die Kinder in der Schule neben der einen Mahlzeit am Tag, die sie zu Hause bekämen, noch eine weitere erhalten, dürfen sie zur Schule gehen, statt den Eltern bei der Feldarbeit helfen zu müssen. Es ist manchmal unglaublich, woran Bildung schildert bzw. wie wenig sie ermöglichen kann.

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen frohe, gesegnete Weihnachten. Danke für Eure und Ihre Gesellschaft hier auf dem Journal ohne Ismus.

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2 Kommentare zu Weihnachten mit Gospel und Spenden

  1. Sven sagt:

    Ein schönes Bildmotiv! Ich hoffe Du musst deswegen nun trotzdem nicht einen Kurzhaarschnitt trasgen.

    Ich wünsche Dir un Deiner Familie auch frohe und gesegnete Weihnachten!

    • Einigen wir uns auf die Sprachregelung „Façonschnitt“ (gib diesen Begriff mal in eine Bildersuchmaschine ein, und Du erhältst alles von John Lennon in seiner Sit-In-Phase bis hin zum Punk-Irokesen).

      Dieselben Wünsche für Euch!

Kommentare sind geschlossen.