Kreta-Urlaub 2013: Kretas offizielle Werbekampagne anno 2013

Auf Radio Kreta stieß ich auf die offizielle Kampagne, mit der Kreta sich anno 2013 im Ausland präsentiert:

(Hinweis: Der Einstieg ist etwas langatmig, aber für Kunstliebhaber lohnt es sich, dran zu bleiben, denn es gibt einen hübschen Überraschungseffekt – ich sage nur „Knossos“!)

(Mit diesem Clip grüße ich auch meinen Papa, mit dem ich vor fast einem Jahrzehnt den Palast von Knossos besichtigte.)

Weniger gut gefiel mir der zweite Spot dieser Kampagne:

Kann man diese Story als gelungen bezeichnen? Ich finde ja, der Kreter guckt ganz schön finster, als er die Orangen zurückfordert … sicher, der Überraschungseffekt hinterher ist umso größer, aber so ganz durchdacht scheint mir das trotzdem nicht.

Interessant ist auch, dass die Figur des Fremden ein Destillat an Stereotypen darstellt, irgendein Zwitterwesen aus einem Deutschen und einem Briten, wie ich finde – oder?

Natürlich fallen bei den Spots ein paar unwichtige Details unter den Tisch. Zum Beispiel, dass die sprichwörtliche kretische Gastfreundschaft ein Jahrtausende altes System ist, dessen komplexe Kultur (die mehr als Ausdruck bloßer „Nettigkeit“ ist) sich mit dem modernen Massentourismus naturgemäß schlecht verträgt. Oder zum Beispiel, dass diese Gastfreundschaft sich keinesfalls auf die vielen illegalen Einwanderer aus Afrika erstreckt.

Schade auch, dass der offizielle Youtube-Kanal keine Kommentare zulässt.

Dieser Beitrag wurde unter Andernorts, Das Essen der Anderen, Soma & Aroma abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Kreta-Urlaub 2013: Kretas offizielle Werbekampagne anno 2013

  1. Pingback: Kreta-Urlaub 2013: Griechische Weinetiketten | Journal ohne Ismus

Kommentare sind geschlossen.