Wo Tauben und Hunde einträchtig gehaust haben sollen oder Spaziergang entlang der Großenhainer Straße II

Ein ausgedehnter Spaziergang an meinem Geburtstag führte mich wieder einmal entlang der Großenhainer Straße, die ja immer für überraschende Entdeckungen gut ist.

An der Rückseite einer verwahrlosten Villa ragt zur Zeit eine Schuttrutsche (geiles Wort!) aus einem Fenster. Direkt daneben entsteht ein pavillonartiger Neubau. Dies weckte meine Neugier.

Collage_Villa&Pavillon_s

Ein Bauunternehmen wird den als „Ausstellungspavillon“ titulierten Neubau als Showroom nutzen. Ich bin gespannt, wie die Villa genutzt werden soll.

Ein paar Schritte weiter entdeckte ich etwas gänzlich Überraschendes:

Taubenturm_sw_s

Eine Leiter, die an einem Türmchen in einem Gärtchen lehnte. War ich im Märchen gelandet? Eifrig knipste ich drauf los. Leider stellte sich zuhause vor dem Bildschirm heraus, dass die Lichtverhältnisse an diesem Tag ungünstig gewesen waren. Ich beschloss, ein ander Mal wieder zu kommen, um mein Glück mit der Kamera erneut zu versuchen.

Peek_s

Wenig später fand in der nahe gelegenen Petrikirche ein „Gottesdienst für Kleine“ statt. Wie es der Zufall so wollte, wusste einer der anwesenden Väter, mit dem ich beim anschließenden Kaffeetrinken ins Gespräch kam, bestens sowohl über das Türmchen als auch die Villa Bescheid, war er doch in direkter Nachbarschaft groß geworden.

Jehnlich_s

So erfuhr ich, dass die Villa lange leer gestanden hatte, weil sich im Untergrund Altlasten des früher dort ansässigen Arzneimittelwerkes Dresden befanden. (Dieses war 1866 von Ludwig Gehe als Drogenappretur-Anstalt gegründet worden.)

Noch mehr freute mich aber der (mündliche) Hinweis, dass das oben erwähnte Türmchen heute beim Gartenfest der Gemeinde besichtigt werden kann. Es handelt sich nämlich um das ehemalige Taubenhaus, das 2009 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) saniert worden war. Angeblich wurden darin nicht nur Tauben, sondern auch Hunde gehalten – wie dies funktioniert haben soll, gibt mir allerdings Rätsel auf.

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2 Kommentare zu Wo Tauben und Hunde einträchtig gehaust haben sollen oder Spaziergang entlang der Großenhainer Straße II

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