Eindrücke von der „très vital“-Frühlingswerkstatt der LÖ14

Obwohl nur einen Katzensprung entfernt, hatte ich gestern leider keine Zeit, mir die Frühlingswerkstatt auf dem ehemals der DREWAG gehörenden Gelände der früheren Gasanstalt selbst anzusehen. Aber mein Außenreporter war dort.

Frühlingswerkstatt_Nikkifaktur_s


Das Motto „très vital“ darf als selbstbewusste Kampfansage an die geplante „Revitalisierung“ des Geländes verstanden werden – ein Euphemismus, der das LÖ14, ein lebendiges Biotop für Kreative aller Couleur, nicht nur glattweg negiert, sondern auch dessen Weiterleben erwartbar nicht zuträglich sein dürfte. Weitere Hintergründe lese man beim Neustadtgeschrei.

Aus ganz persönlicher Sicht bin ich zwiegespalten. Ich bewundere und respektiere die Arbeit der vielen Kreativen, die sich vor Ort angesiedelt haben. Andererseits: die Pläne zur Neugestaltung locken mit Stichwörtern wie Spielplatz und Grundschule – beides dürfte in diesem kinderreichen Viertel dringend fehlen.


Fotos: JMK; Bearbeitung: KM; ©2013 Journal ohne Ismus.
Dieser Beitrag wurde unter Cool cooler Kultur, Dresden, Hechtviertel abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Füge den Permalink den Lesezeichen hinzu.

7 Antworten auf Eindrücke von der „très vital“-Frühlingswerkstatt der LÖ14

  1. Pingback: Die frühere Gasanstalt auf dem ehem. DREWAG-Gelände | Journal ohne Ismus

  2. ikarus sagt:

    vital? das einzig vitale war zumindest nachmittags der lagerverkauf vom tranquillo. kreatives habe ich auch nicht entdeckt. die photokiste? der hau-den-lukas? der film über braunkohleförderstättennachnutzung? brötchen mit senf als einziges nahrungsangebot vielleicht.
    ich war zum ersten mal dort und habe jetzt einen noch verschlosseneren und brachigeren eindruck des geländes.

    • Tja, Ikarus, mit Deiner Meinung stehst Du nicht alleine da: Alexander Keuk empfand ähnlich, und auch auf der Facebookseite zur Veranstaltung findet sich ein wenig begeisterter Kommentar.

      Wie es wirklich war, kann ich nicht beurteilen, weil ich nicht dort war. Ich habe mich einfach über die Fotografien meines Mannes gefreut und mir daraus Pippi-Langstrumpf-mäßig meine Welt so gemacht, wie sie mir gefällt. – Aber ich denke, es ist wichtig, den Kreativen dort Feedback darüber zu geben, dass sie ihre Öffentlichkeitsarbeit deutlich verbessern müssen, wenn sie für ihr Anliegen nach bezahlbaren Räumen kämpfen sowie Unterstützer des alternativen Bebauungsplan sammeln wollen.

    • Marco sagt:

      Besten Dank für die eindrücklichen Fotos. In unserer Bilanz der Frühlingswerkstatt steht auf der Seite der Verbesserungen auf jeden Fall, dass wir bei den kommenden Veranstaltungen die Leute, die das Gelände noch nicht kennen, besser abholen müssen. Daher vielen Dank für die Kommentare und Kritiken.

  3. Pingback: Stellenabbau an der TU, Alternativkonzepte für das Areal an der Lößnitzstraße und ein STADTCAMP zum Themengebiet Stadtentwicklung - Hello Dresden!

  4. Nuggy sagt:

    Kommentar aufgrund ungültiger E-Mail-Adresse gelöscht.
    ~ KM.

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.