Dylan Thomas‘ Unter dem Milchwald im Kleinen Haus, nebst köstlichem Absacker

[Vorbemerkung: Solange ich es nicht schaffe, regelmäßig und zeitnah zu bloggen, kann es zukünftig immer mal passieren, das hier auch nicht mehr ganz tagesaktuelle Einträge erscheinen – denn mein Journal möchte ja die heiteren Stunden festhalten … Der folgende Eintrag ist bald schon wieder zwei Wochen alt. Aber da ich mir irgendwie die Zeit abgeknapst hatte, ihn zu schreiben, soll er auch nicht ewig auf Halde liegen bleiben.]

Anfang der Woche fragte mich eine schöne Müllerin, ob ich Lust hätte, sie ins Theater zu begleiten. Und da einer meiner Neujahrsvorsätze „öfter ins Theater gehen“ lautet, sage ich sehr gerne für den Freitag Abend zu.

Dylan Thomas‘ Unter dem Milchwald soll also „das vielleicht berühmteste Hörspiel der Rundfunkgeschichte“ sein, so die Ankündigung des Staatsschauspiels. (Zwischenfrage: heißt es Selbiges nicht auch von H. G. Wells‘ Krieg der Welten?)

Egal, es ist auch ohne diesen Guinness-Rekord ein wunderbarer, poetischer Abend unter dem Dach des Kleinen Hauses. Menschen, die etwas von der Liebe, der Sehnsucht, der Leidenschaft und von Kleinstädten verstehen, werden sich hier zusammen- und wiederfinden. Tom Quaas brilliert in über 30 Charakteren, Anna Böhm untermalt es mit traumhaften Melodien … Definitiv eine Empfehlung! (Leider scheint es keine weiteren Vorstellungen zu geben.)

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Anschließend hasten wir in unseren Ausgehröckchen bei bitterer Kälte die Alaunstraße hoch. Die Schokoladenbar bietet warme Zuflucht. Angenehmes Publikum, nicht die angetrunkene Freitagsabendmeute, stattdessen viele interessante, vor allem jüngere Frauen – und an der Theke wir beiden Muttis, aufgekratzt angesichts des freien Abends und doch müde aufgrund der noch immer kurzen Nächte.

Winterleuchten in der Schokoladenbar.

Winterleuchten in der Schokoladenbar.

Mein Absacker, eine mir gänzlich unbekannte Kreation namens Edeltraud, ist phänomenal: heißer Birnensaft mit einem Schuß Eierlikör, reichlich Schlagsahne sowie einer Prise Zimt. So süß wie süffig …

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