Schwere Geburt

Heute vor einem Jahr war der errechnete Geburtstermin meines Sohnes. Ich habe keinerlei Erinnerung daran, wie der Tag verlief. Es war eine bleierne Zeit, ich war in schlechter körperlicher und seelischer Verfassung. Später konnte nicht mehr geklärt werden, warum, aber in den darauf folgenden zehn Tagen fanden keine Untersuchungen statt. Als ich endlich „aufwachte“, misstrauisch wurde und eine Hebamme aufsuchte, wurde am elften Tag die Geburt eingeleitet. Im Nachhinein finde ich das alles schwer zu verstehen. Jedenfalls ist da in mir kein „Goldener Oktober“-Gefühl, kein Schimmer, der sich über die letzten Tage legen will, in denen das Kind und ich ultimativ vereint waren. Jegliches Trauma einer Geburt wird bei mir von Erleichterung überlagert, dass das Warten ein Ende hatte.

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