Random Life Stats II

Familienleben:

Das Frühstück beginnt damit, dass das Bubele seine neue, „typische Handbewegung“ (ich sehe eine große Zukunft als Karatekämpfer) immer genau in dem Moment übt, als ich mit dem Löffel Frühstücksbrei ankomme. Haferflocken-Havoc! Porridge-Pogo!

Danach ist das Kind so grätig, dass ich beschließe, es noch einmal hinzulegen. Ich lege mich „kurz“ mit dazu, das war um neun. Als mich der Postbote aus einem wirklich abgefahrenen Traum weckt, ist es halb Eins. Das ist einer der angenehmen Aspekte der Elternzeit: dass man auch tagsüber schlafen kann, wenn das Kind mitspielt.

Der Traum: wir, also Johannes, ich und Florin, übernachten im Dachgeschoss einer gigantischen, gotischen Kathedrale. Ich sehe aus dem Fenster auf die winzig unter uns daliegende Stadt und merke, dass die Balken unter meinen Füßen morsch sind. Der Raum beginnt zur Seite zu kippen. Dann entdecke ich, dass die Auslegware, mit der der Fußboden bedeckt ist, nur über die Balken gespannt wurde und darunter riesige Leerräume klaffen. Man sieht aber nicht, wo. Noch größer als meine Angst ist meine Sorge, wie ich das Kind retten kann, ehe wir ins Bodenlose stürzen. (Ich könnte mir vorstellen, dass die ungeklärte Betreuungssituation nach der Elternzeit hinter dem Szenario steckt.)

Social Life:

Nachmittags treffe ich mich mit einem Mutter-Kind-Gespann aus dem Nachbarshaus. Das Panama hat zu. Wir weichen in die Käthe aus, mein erstes Mal im Kindercafé, das vor ein paar Wochen eröffnet wurde. Die Einrichtung erfreut mich vielen netten Akzenten, z. B. einer schön strukturierten Wand hinter dem Tresen, einem alten Schrank mit vielen geheimnisvollen Schubladen, einer großen Kreidefläche an der Wand, und einer wirklich großen Spielecke. Außerdem war die Bedienung entspannt und freundlich. Sie kam extra noch an unseren Tisch, um sich für den Kuchen, einer Privatspende, zu entschuldigen, weil dieser etwas unfluffig geraten war. Man habe sich jetzt entschieden, den nicht weiter zu verkaufen. Woraufhin ich protestierte, dass mir gerade das kompakte Kaugefühl daran gefiele.

Im Kindercafé Käthe.

Im Kindercafé Käthe.

Zwei Menschen am Tag ihres Geburtstages mit längerer E-Mail gratuliert. Fühlt sich gut an.

Alltagsfreuden:

Das Tranquillo macht Ausverkauf und haut sämtliche Klamotten für zehn Euro das Stück raus. Angelockt von einem schönen Rock in warmem Herbstorange, der draußen vor dem Laden hängt, stöbere ich innen weiter. Und finde es. Das Kleid der Kleider. Eines, das ich schon mein halbes Leben lang suche. Variationen davon gab es zwar immer mal wieder, aber ein Detail hier, eines da, schien nie zu stimmen. Jetzt passt alles. Ich freue mich.

Body count:

245. Mist!

Haushalt:

Sagte ich schon Haferflocken?

Zeit für mich:

Abends im Riesa Efau. Ich bin Gast bei der Redaktionssitzung des ADFC-Sachsen-Magazins REFLEKTOR. Neben dem Namen hatte mir die Sommer-Ausgabe mit dem Schwerpunktthema „Zum Radfahren geboren“ gut gefallen. Meine Erwartung, unter lauter Bike-Nerds und völlig fehl am Platz zu sein, stellt sich als unbegründet heraus. Gute Quote an Frauen, die zugeben, auch selbst mit Rock zu fahren (man höre und staune!). Nette und interessante Truppe, bei denr sich beileibe nicht alles ums Rad dreht.

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10 Antworten auf Random Life Stats II

  1. Micha sagt:

    Spannender Traum! Und das Käthe sieht doch ganz wohlfühlig aus.

    Aber dein Traumkleid MUSS ich nun sehen. Foto?
    schönes Wochenende und viele liebe Grüße

  2. stefanolix sagt:

    Was verbirgt sich denn hinter dem body count?

  3. Miss Mao sagt:

    Na dann lass uns doch am Mittwoch in der Käthe treffen…

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