Mein cholerischer Arbeitgeber

Stellt Euch vor, Ihr habt einen neuen Job.

Meistens ist Euer Arbeitgeber charmant, zu Späßen aufgelegt und mit allem zufrieden, was Ihr macht.

Doch dann gib es diese Tage, wo er wie ausgewechselt scheint. Egal, wie sehr Ihr Euch Mühe gebt: er meckert, ist unzufrieden, und über Eure miese Leistung verfällt er sogar in einen richtiggehenden Wutausbruch, bei dem er schreit, mit Sachen um sich wirft und Euch schlägt.

Würdet Ihr da nicht sofort kündigen?

Ich habe diese Möglichkeit nicht, denn mein Arbeitgeber ist zehn Monate alt. Er versteht nicht, warum es ihm schlecht geht, er lässt sich weder durch Argumente noch durch Zuwendung beruhigen. Es ist gar nicht so einfach, den ganzen Tag sein Bestes zu geben und trotzdem nur Unzufriedenheit zu spüren.

Und ausgerechnet an solchen Tagen hat man auch niemals Feierabend, weil der kleine Chef nachts auch noch Überstunden einfordert.

Ich bin scheißmüde. Und immer noch sehr glücklich.

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6 Antworten auf Mein cholerischer Arbeitgeber

  1. Kathrin sagt:

    …hm, so ein entzückendes Bürschchen…wünsche Dir viel Kraft!

  2. Christiane sagt:

    Meine Nachsorgehebamme pflegte zu sagen: “Es ist nur eine Phase!” [Und weiter: Es wird nicht besser, es wird nur anders. ;-)] Aber das sage ich Dir nicht… ;-)

      • Christiane sagt:

        Ich glaube, das Geheimnis besteht darin, die entspannten Zeiten als solche wahrzunehmen und zu genießen. Dann lassen sich auch die anderen “ertragen”… und mit zwei Kleinen ist das Gute, dass oft nur einer ne schwierige Phase hat, und der andere flufft, so dass das Elternsein leichter ist. Es sind dann halt wirklich nur Phasen und es tut nicht not, sich als Eltern in Frage zu stellen…
        So, genug des Vortrags… ;-)
        Am leichtesten ist es immer noch, Spaß an den Kindern zu haben… dann klappt der Rest schon… :-)

        • Ich gebe Dir in allem Recht, auch wenn wir (noch) kein Zweites haben, das alles relativieren würde.

          Ich fand’s nur einfach krass, wie viel man über den Tag verteilt an Stressituationen durchmacht, die die arbeitende Bevölkerung vielleicht so nicht mitbekommt, darum wollte ich das mal festhalten.

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