Max Goldt for Beginners? Bitte um Best-of!

Max Goldt kommt mal wieder zu einer Lesung nach DD. Ich sehe es auf einem Plakat im Schauspielhaus. Begeistert weise ich meine Freundin darauf hin. Sie kennt ihn nicht.

Werte Leserschaft, wenn Ihr einem Menschen anhand nur eines Textes Max Goldt vorstellen wolltet, welchen würdet Ihr wählen? Youtube- etc. -Links bitte in die Kommentare! Danke.

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14 Antworten auf Max Goldt for Beginners? Bitte um Best-of!

  1. ich muss da nur mein T-Shirt überstreifen, als Antwort: http://www.katzundgoldt.de/ru_brote.htm :)

  2. JT sagt:

    Mein favourite:

    „Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.“

    • Hm. Zwar wahr, aber a) nicht zu praktizieren (bin selber mit einem von „denen“ befreundet, ist ein absolut umgänglicher Zeitgenosse) und b) wegen dieses Zitats pilgert niemand ins Schauspielhaus, oder?

  3. alexander sagt:

    eigentlich wahllos jedes buch. aber wenn favoriten für neueinsteiger:
    “Ä” + “Die Kugel in unseren Köpfen”
    für Fortgeschrittene das Hörspiel “Auf der Flucht vor der Koralle”
    und in Einzelstücken/texten: “Affige Pizzen” und ein früher Klassiker: “Das Sandwich mit der Diva”… ;-)

    • Vielen Dank, ich kenne keines davon — er hat ja ein ganz schön umfangreiches Œuvre.

      • Alexander sagt:

        hui, da offenbaren sich aber goldtsche Bildungslücken, Frau Muysers. ;-)
        “Ä” hab ich leider grad verschenkt, aber “Die Kugel in unseren Köpfen” kann ich dir gern mal ausleihen.
        Und was “Affige Pizzen” als Text angeht – der ist nicht ganz uneigennützig genannt. Man findet ihn auch ganz fix im Netz. Lesenswert, klassisch, geradezu monumental – “wie ein mit Juwelen besetzter Betonbrocken”…
        (ich mag hier nur nicht den Link posten, weil ich ungern das Urheberrecht direkt unterlaufen möchte)

  4. Lydia sagt:

    Achtung, Katzencontent ;-): https://www.youtube.com/watch?v=er-kSdsQp6M

    Weißt Du, wie lang ich diesen Text gesucht hab? Den hab ich vor 20 Jahren bei einer Studentenaufführung gehört, da wurde er aber einfach vorgetragen, nicht gesungen. Der Titel ist mir nie mehr aus dem Sinn gegangen, im Programmheft stand aber nur “Max Goldt”.

    Mir ist das jetzt schon paar Mal so gegangen, dass ich über Dich irgendwelche Sachen gefunden hab, nach denen ich zuvor jahrelang vergeblich suchte. Irgendwie scheinst Du da eine spezielle Inspirationsader zu haben. :-D

    • Warum hat Dich der Text so fasziniert?

      • Lydia sagt:

        Sicher nicht der Inhalt. Vor allem Klang, Rhythmus, dieses Pralle, Plastische in der Schilderung. Obwohl ich den Text nur ein einziges Mal gehört hatte und mich auch hinterher nicht an viel mehr als den Titel und einzelne Wörter wie “kratzen” und “Tatzen” erinnern konnte, hätte ich ihn einfach gern noch mal in Ruhe gelesen. Aber der Name Max Goldt war der einzige auf der langen Autorenliste des Programmhefts, der mir überhaupt nichts sagte. Ich konnte ihn auch in keinem Bibliothekskatalog und in keiner Bibliografie finden ;-).

        Jahre später kam er zu einer Lesung in die Stadt, und ich musste meinen Freunden, die bei dem Theaterabend dabei gewesen waren, nur sagen: “Zerplatzende Katzen”. Wir pilgerten in einer ganzen Gruppe hin und entdeckten, dass es von ihm noch jede Menge anderes tolles Zeug gibt.

        Noch mal zurück, was mir an dem Text so gefiel: Ich war damals sehr von Daniil Charms fasziniert; der Titel des Theaterabends hieß “Polnisches Weißbrot” und war dem Text “Begegnung” von Charms entnommen, der nur aus zwei Sätzen besteht und als running gag der Aufführung eingesetzt wurde. Dieses auf den ersten Blick sinnfreie Absurde war mir damals ein willkommener Fluchtweg, wenn mir der universitäre Ernst manchmal unerträglich wurde.

  5. Lydia sagt:

    Einer meiner absoluten Lieblingstexte ist auf jeden Fall der “Monolog des morganatischen Maurers”. Wusste bloß den Titel auf Anhieb nicht mehr …

  6. Martin sagt:

    ein Buchtitel genügt da vollkommen: gerne greife ich zur ‘Radiotrinkerin’.

    Gruß Martin

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