Leiden für die Kunst

Mein Wochenende stand ganz im Zeichen der Kunst. Die meiste Zeit verbrachte ich in einer Galerie auf dem Weißen Hirsch, um mit der Dresdner Künstlerin Viktoria Graf eine Ausstellung zu hängen, die wir den Sommer über gemeinsam erarbeitet haben.

(Offizielle Ankündigung folgt noch.)

[Nachtrag: Bild auf Wunsch der Künstlerin entfernt.]

Es macht im Grunde genommen keinen Unterschied, ob man vor einer leeren Wand steht und diese bespielen soll, oder ob man vor einem leeren Blatt bzw. Dokument hockt, um es mit Wörtern zu füllen. Der Anfang funktioniert für mich nach dem immergleichen Prinzip: einfach machen. Alles Andere ergibt sich daraus.

Nicht alle Wände waren für eine Hängung vorgesehen, aber davon ließen wir uns nicht beirren. Zum Glück war der Galerist nicht anwesend – so konnten wir keine Fragen stellen und auch keine Absagen kassieren. Mit Spucke, Kaugummi und ein paar Flüchen hing zum Schluss alles am gewünschten Ort. Ich überwand sogar meine Höhenangst …

Wie immer trittsicher – zumindest in Sachen (Arbeits-)Kleidung.

Wie immer trittsicher – zumindest in Sachen (Arbeits-)Kleidung.

Es war auch deswegen ein interessanter Nachmittag, weil sich die Galerie mitten in Turm-Territorium befindet und am Vortag der dort groß begangenen Preview mit Promis im Parkhotel allerhand Bildungsbürgertum vorbei spazierte.

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2 Antworten auf Leiden für die Kunst

  1. Micha sagt:

    Das wäre doch jetzt DIE Gelegenheit gewesen, mit unauffällig das Kleid zu zeigen ;).

    Im übrigen war die Art und Weise, wie mein Prof (Balkenhol) die Räume einer Galerie füllte (inkulsive Blickbezüge, Farbharmonien…), das, was mir mich an seiner Arbeit am meisten imponiert hat – mehr als seine Skulpturen.

    • Ach, den Rock erstand ich im selben Laden!

      Ja, einer der im Wortsinn spannenden Aspekte bei der Arbeit als Kuratorin – neben dem intellektuellen Austausch mit Künstlern und dem konstruktiven Ringen um eine Werkauswahl – ist es, immer wieder auf die unmöglichsten Raumsituationen eingehen zu müssen: zu klein, zu groß, zu dunkel, zu hell, zu verwinkelt etc. pp.

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