Ausstellungseröffnung Viktoria Graf

Obwohl für die Künstlerin Viktoria Graf am Abend der Ausstellungseröffnung sicher viel mehr auf dem Spiel stand als für mich, beneidete ich sie in der Viertelstunde vor Beginn von Stop and Go! doch sehr. Meine Rede war zwar bereits vor Tagen quasi druckreif, aber beim letztmaligen Durchlesen vor Ort fügte ich dann trotzdem noch -zig Änderungen ein. Viktoria hingegen konnte ihren Werken nach der Hängung nicht mehr mit Pinsel und Farbe zu Leibe rücken.

Kuratorin und Künstlerin (und eine kleine Kunstliebhaberin).

Kuratorin und Künstlerin (und eine kleine Kunstliebhaberin).

Während meiner Rede fühlte ich mich wohl, die Nervosität der Stunden zuvor war wie verflogen. Eine Eröffnungsrede zu halten und damit Menschen Kunst näher zu bringen, gehört definitiv zu meinen liebsten Aufgaben.

Die Atmosphäre jenes Abends empfand ich als gelöst; beim anschließenden Small Talk hatte ich mehrere interessante Gespräche mit Bekannten und mir Unbekannten, die über bloße Plaudereien hinausgingen. Das hat mich ebenfalls gefreut.

Ich möchte allen Freunden, die meiner Einladung gefolgt sind, danken; auch jenen, die nicht kommen konnten und es mich wissen ließen. Vor allem danke ich Viktoria Graf und Georg Schütze für das in mich gesetzte Vertrauen und die intensive, ehrliche und lustige Zusammenarbeit.

Besonderer Dank geht an meinen Vater, der mir in der Anfangsphase der Vorbereitungen als intellektueller Sparringpartner zur Verfügung stand und mir mit seinem enzyklopädischen Wissen in Sachen Kunst (ach was, in eigentlich allem außer Quantenphysik und Germanys Next Top Model) zur Verfügung stand. Leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen; lieber Papa, für Deine Rekonvaleszenz wünschen Viktoria, Georg und ich Dir alles Gute!

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6 Antworten auf Ausstellungseröffnung Viktoria Graf

  1. Christiane sagt:

    Endlich scheint der Zeitpunkt günstig, jemanden zu fragen, der sich auskennt: Was genau ist und tut denn eine Kuratorin?? Ich konnte das bisher nie soch richtig zurfriedenstellend herausfinden.

    • Kuratoren organisieren Ausstellungen. Sie wählen Werke eines oder mehrerer Künstler aus und stellen sie durch die Art der Hängung, der Kombinierung sowie durch begleitende Texte in soziokulturelle, historische oder politische Zusammenhänge. Sie sind das Bindeglied zwischen Künstlern bzw. deren Werk sowie dem Publikum bzw. der Rezeption.

      So zumindest meine Definition aus dem Stegreif. Kannst Du damit etwas anfangen?

  2. Amadea sagt:

    Die Fachkenntnis einer Kuratorin und subjetive Interpretation (meistens schnumzelt der Künstler selbst erstaunt der hohevollen Wort-Verschnörkelung) oder der irritierenden “Tiefen-Ansicht”) ist sicherlich vielfältig nounaciert.
    Hingegen habe ich erst jetzt durch die auffallend- “blümerante Kostümierung” und optisch-gewaltige Ablenkung zugleich ( und erinert schmerzlich an bulgarisches Konzentrat von Rosenparfüm), die respektabel-schlichte Garberobe von sonstigen KuratorInnen (und auch sonst im Design-Bereich Tätigen) als zwingende Schlichtheit wahrgenommen.
    Mir war dieses immer selbstverständlich. Auch aus Respekt vor Werk und KünstlerIn.
    Hingegen passte dieses Gewand vorzüglich zu einer Austellungs-Eröffnung in das Volkskunst-Museum.
    Denn über Kunst und Geschmack lässt sich denn doch vortrefflich “streiten”.
    Übrigens wirklich sehr zu empfehlende Galerie.

    • „[…] respektabel-schlichte Garderobe“?

      Danke für das Zitat des Tages. Ihnen ist schon klar, dass wir im 21. Jahrhundert leben?
      Mein Kleid in die Volkskunst-Abteilung zu stecken, empfinde ich als Kompliment.
      Im übrigen: wenn ich Ihr Geschwurbel dahingehend richtig deuten konnte, dass Ihnen mein Kleid nicht gefiel, sagt das sehr viel über Sie und sehr wenig über mich. Und am allerwenigsten über meine Fähigkeiten als Kuratorin.

      Und bevor Sie weitere Kommentare ad hominem loslassen: das können Sie gerne tun. Nur nicht auf meinem Blog. Ich habe auf Diskussionen dieser Preisklasse schlichtweg keine Lust mehr.

    • Angebot zur Güte, damit Miss Prim & Propers obige Lautäußerung nicht völlig für die Katz’ war: noch bis 4. November 2012 findet im wunderschönen Museum für sächsische Volkskunst die sehenswerte Ausstellung Volkstrachten, Hip Hop und Nadelstreifen statt. Kuratiert von Holger John, einem renommierten Ausstellungsmacher, der ja gerade dafür bekannt ist, die eigene Person völlig zurückzunehmen.

    • Eyachfreund sagt:

      Ich empfinde es als ein Gebot der Achtung vor den Lesern, dass man seinen Kommentar – mal abgesehen vom Inhalt – nochmals durchliest und wenigstens von den gröbsten Schnitzern befreit.
      Dass man Kuratorinnen zu den “im Design-Bereich Tätigen” zählt, ist ein zumindest interessanter Aspekt.

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