Abschiede mit offenem Neubeginn

Fast auf den Tag genau zehn Monate nach der Entbindung habe ich heute unmissverständlich gespürt, dass die Zeit des Stillens zu Ende geht. Vielleicht ist sie es bereits? Ich habe es nicht darauf angelegt, dass es so früh vorbei ist; manche Frau in meinem Umfeld stillte zwölf oder gar 15 Monate. Aber das Versiegen ist sichtbar und spürbar.

Das Bubele schlief vorhin im Beisein seines Papas und mithilfe eines Fläschchens Hafermilch ein, statt an meiner Brust. Mal sehen, wie es diese Nacht läuft.

Ich hoffe, es wird dennoch weiter so viel Nähe zwischen mir und meinem Sohn geben, wie ich sie bisher erleben durfte. Es war eine wunderschöne Erfahrung.

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Heute hat sich ein schlimmer Verdacht meinerseits bestätigt, und ich musste erfahren, dass jemand in meinem allerengsten Umfeld lebensgefährlich erkrankt ist. Diese Person weiß noch nichts davon, dass ich seit kurzer Zeit aufregende Pläne für die nächsten zwei Jahre geschmiedet habe. Ich möchte, dass dieser Mensch an allem Schönen teilnehmen kann, was ich mir ausgedacht habe. Diese Pläne sind ohne ihn gar nicht denkbar für mich. Ehrlich gesagt, ich fühle mich hilflos.

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