Cat Content: Mein Kampf gegen Katzenhaare

Es schien ein aussichtsloser Kampf.

Fremde beäugten mich misstrauisch, wenn sie mir zum ersten Mal begegneten. Vor allem, wenn ich Schwarz trug, genügte oft ein abschätziger Blick, und zack, war ich in der „Crazy Cat Lady”-Schublade gelandet.

Freunde zögerten, ehe sie sich auf unserem Sofa niederließen.

Und der Herr Nachbar musste sogar Tabletten einwerfen, ehe er uns für ein halbes Stündchen mit einem seiner seltenen Besuche beehrte.

Katzenhaare. Sie waren überall. An meiner Kleidung, auf unseren Polstermöbeln und Wohntextilien. Die Putzfrau verbrauchte beim Versuch der Beseitigung ganze Kilometer an Fusselrollern, und eine halbe Stunde später tanzte schon wieder die erste Fellmaus durch die Bude.

Doch das alles hat nun ein Ende.

(Nein, die Katzen sind nicht im Tierheim.)

Wir haben aufgerüstet. Und es funktioniert!

Was habe ich nicht alles für Katzenbürsten erprobt: ausrangierte Haarbürsten, Drahtbürsten, Kunststoffbürsten, Naturborsten, Bürsten aus der Zoohandlung und Bürsten aus der Bürstenmanufaktur. Vergebens.

Das einzige, was meiner Erfahrung nach wirklich Abhilfe schafft, ist der sogenannte Furminator (allein schon dieses Wortspiel!). Lange hat mich der relativ hohe Anschaffungspreis (z. B. bei amazon) gescheut. Doch nach einem Monat mit diesem Wunderkamm, in dem ich immer wieder handtellergroße Fellbälle „ernte“, bin ich restlos überzeugt, dass sich die Ausgabe gelohnt hat. Was da früher alles an Dreck zusammen kam, das ich nun bequem entsorgen kann!

Die paar Haare, die dann noch auf den Polstern landen, lassen sich übrigens wunderbar mit einer Noppenbürste (gibt es z. B. bei ROSSMANN) entfernen.

Besonders schöner Nebeneffekt: aus einer frustrierenden Sisyphos-Arbeit ist Schmusezeit mit den Katzen geworden, die diese Form der Zuwendung genießen: während ich sie striegle, gleicht ihr Schnurren schon eher einem ekstatischen Gurren, sie fläzen und räkeln sich und sabbern in einem fort. Überdies muss es bei diesen Temperaturen eine Wohltat sein, die feinen Unterfellhärchen los zu sein.

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8 Antworten auf Cat Content: Mein Kampf gegen Katzenhaare

  1. Andrea sagt:

    Unser Fellmonster (und das meine ich jetzt nicht liebevoll, sondern tatsächlich so, dass ich ungefähr 5x die Woche saugen müsste, weil sich überall schwarze lange Haare zu Armaden formatieren) bekommt jetzt dann auch einen Furminator. Mich hat bisher auch der Preis abgeschreckt, aber jippie, endlich keine Haarbälle in Chihuahuawelpengröße mehr!

  2. Saskia sagt:

    Ich kenne das Problem mit den Tierhaaren nur zu gut :) Ich bin froh, das ich eine tolle Putzfrau habe, sie hat bisher immer alles sauber bekommen.

    • Muyserin sagt:

      Ein Kommentar, der sich hart an der Grenze zum SPAM bewegt. Keine Ahnung, wie es technisch bewerkstelligt wurde, aber: wie verzweifelt muss Ihr Unternehmen sein, wenn es das Netz systematisch nach Beiträgen über Katzenhaare scannt, um dann die eigenen Dienstleistungen zu verlinken. Haben Sie nichts Besseres zu tun?

  3. JT sagt:

    file under billiger Backlinkaufbau ;-)

  4. Lydia sagt:

    Den Link hab ich gleich an meine Schwester gemailt, der es ähnlich ging wie Dir. Eben mailt sie mir:

    Der Furminator ist echt super, ich bin die ganze Zeit am kämmen, Peterles Fell ist so seidig und zart wie noch nie. Und nachdem er die Nacht auf dem roten Sessel verbracht hat, habe ich grad mal 2(!) Haare von ihm gefunden. Ich wollte es erst gar nicht glauben, im Vergleich zu sonst sind das wirklich viel weniger Haare…

    Vielleicht solltest Du langsam Provision beantragen ;-)

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