Sanssouci der Scheußlichkeit oder: Klinik Bavaria in Kreischa

Sanssouci der Scheußlichkeit: Klinik Bavaria in Kreischa.

Sanssouci der Scheußlichkeit: Klinik Bavaria in Kreischa.

Ich weiß nicht, wie hoch die Finanzspritzen waren, um in Kreischa den Aufbau Ost anzukurbeln. Es hat jedenfalls gereicht, damit Anfang der neunziger Jahre an diesem Ort ein Paradebeispiel moderner Architektur entstehen konnte, das seine Zeitgenossenschaft weitestgehend erfolgreich verleugnet.

Während wir gestern in der Klinik Bavaria zu einem Krankenbesuch weilten, hatte ich ausreichend Gelegenheit, diesen locus amoenus der Investorenarchitektur zu erkunden. Weil es so schön ist, bei hochsommerlichen Temperaturen in einer pseudobarockn Gartenanlage lustzuwandeln, in der kaum ein Baum Schatten spendet! Ich bin sicher, die Patienten wissen die Sonne zu schätzen!

Nun, was ist denn aber so schlimm daran, sich einem achsensymmetrisch aufgebauten Hof gegenüber zu sehen, der von einem Haupt- und zwei abfallenden Seitenflügeln gebildet wird?

Ich verstehe ja, dass Genesende eine sorgenfreie Zeit verleben sollen, aber musste es deshalb gleich ein Sanssouci der Scheußlichkeit werden? Ein verkrachtes Versailles?

Der gesamte Komplex ist an absolutistische Repräsentationsbauten angelehnt. Offenbar wurde seitens der Bauträger kein Gedanke daran verschwendet, dass Gebäude auch immer etwas über ihre Erbauer und ihre Zeit aussagen.

Was ist die Botschaft hier, frage ich mich? Die Maßstäbe sind riesig. Der einzelne Mensch verschwindet dahinter – witzigerweise empfanden meine Begleiter, von Haus aus Anthroposophen mit einer an Steiner geschulten Ästhetik, und ich, die eher ein Faible für die Bauhaus-Moderne hegt, in diesem Punkt gleich.

Wem wird mit diesem protzigen Gestus gehuldigt? Wer ist hier das Subjekt im „l’état, c’est moi“, auf das die Architektur ganz unsubtil, wenngleich vielleicht nicht einmal besonders bewusst, anspielt? Ist es der einzelne Patient mit seinen Bedürfnissen? Das ist nicht, was sich mir mitteilt. Eher empfinde ich mich als verschwindend geringes Rädchen im Getriebe. Architektur zur Beherbergung der Massen.

Mittelrisalit mit vorgelagertem Speisesaal.

Mittelrisalit mit vorgelagertem Speisesaal.

Während die Seitenflügel wenigstens ansatzweise eine eigene, ihrer Zeit gemäße Sprache entwickeln, die sich mit dem Stichwort „Postmoderne“ beschreiben lässt, wirkt der Mittelrisalit mit seinem ovalen Fenster und dem geschwungenen Giebel zumindest auf den ersten Blick wie täuschend echte, historistische Substanz des Neobarocks. Mansardendächer, kleinteilige Fenstersprossen und keulenförmige Balustraden tun das Ihrige dazu.

Antiklimaktisches Kleinod: der Tempietto mit dem Deus ex Machina.

Antiklimaktisches Kleinod: der Tempietto mit dem Deus ex Machina.

Ein ganz besonderes Kleinod: einer der beiden Tempietti beherbergt – nein, nicht etwa ein Heiligtum der Hygeia, oder zumindest einer anderen mit Gesundheit und Genesung in Verbindung stehenden Gestalt der antiken Mythologie, sondern – einen Aufzug. Davor hat man zu beiden Stirnseiten zwei identische Kopien barocker Statuen abgestellt. Liebevoll!

Das doppelte Lottchen.

Das doppelte Lottchen.

Es will mir nicht in den Kopf, warum man bei Kitsch und Geschmacklosigkeiten landen muss, wenn man ein hochkomplexes Funktionsgebäude des ausgehenden 20. Jahrhunderts mit einem einigermaßen ansprechenden Äußeren versehen möchte. Zumal diese Architektur nicht einfach ästhetisch eine Bankrotterklärung hinsichtlich des Einfallsreichtums der eigenen Zeit darstellt, sondern auch funktional. Wie schön, ach ja, und auch wie einfach wäre es gewesen, das riesige Areal von Landschaftsarchitekten so gestalten zu lassen, dass schattige, intime Stellen entstanden wären, in denen sich Rückzugsorte für Kranke, für Genesende mit angeschlagenen Seelen geboten hätten?

Stattdessen der brachiale Prunk des Barocks mit seinen spiegelbildlichen Beeten und Buchsbaum-Topiari. Was nicht passt, wird passend gemacht. Willkommen in Ihrer Reha!

Aber, ich muss es ja erwähnen: an den Nebentischen der Cafeteria immer wieder Besucher, die den Rekonvaleszenten in schönstem Sächsisch oder Erzgebirgisch anerkennend beipflichteten, wie „schee“ es doch hier sei.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass man im Zuge einer Sensibilisierung der Allgemeinheit für die Aufgaben, aber auch die Möglichkeiten zeitgenössischer Architektur, bereits mit Schulklassen Ausflüge an diesen Ort veranstaltete, ihnen die Genese dieser Architektur aus dem Geist des Absolutismus heraus veranschaulichte und sie dann über angemessenere Alternativen nachdenken ließe.

Unter uns, ich glaube nicht, dass es dazu jemals kommt.

Seerosen. Die gehen immer.

Seerosen. Die gehen immer.

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33 Antworten auf Sanssouci der Scheußlichkeit oder: Klinik Bavaria in Kreischa

  1. Frieder sagt:

    mir gefällt der bau sehr gut und er fügt sich wunderbar in die gegend ein. ich denke mal, dieser ansatz ist besser als irgendwelche pseudomodernisten ála knerer&lang und seine “zeitgenossen”.
    und diesen satz: “in schönstem Sächsisch oder Erzgebirgisch anerkennend beipflichteten, wie „schee“ es doch hier sei.” aus dem munde einer schwäbin – mhmm…isses da wieder? die überhebliche wessi-art? kommt es da wieder durch?

    mein vater war zweimal in kreischa zur reha, auch ihm hat es da (den umständen entsprechend) gut gefallen. und ich denke auch besser, als in viell. in ‘nem pseudomodernen 70er jahre bau in der schwäbischen alb.

    bevor man sowas schreibt sollte man immer bedenken, dass hier auch angehörige seitens ihrer leserschaft im schönsten sächsisch hoffnungsvoll sagen, wie schön es hier doch ist. nur um vielleicht mal etwas positives in einem schwierigen lebensabschnitt zu sagen.

    denken sie drüber nach!

    • Muyserin sagt:

      Guten Morgen und willkommen auf meinem Blog.

      Sehen Sie, Sie sagen, „mir gefällt der Bau sehr gut“. Das ist Ihr gutes Recht, genauso wie es meines ist, hier nochmal zu bekräftigen, dass ich ihn affenscheußlich fand. Wie sich ein Ensemble „wunderbar in die Gegend einbettet“, wenn es sich zu allen vier Seiten hin von ihr abschottet, erschließt sich mir leider nicht.

      Die Beantwortung Ihrer rhetorischen Frage, ob sie da wieder sei, „die überhebliche Wessi-Art“, überlasse ich gern Ihnen. Mich tangiert das Thema nach nunmehr bald zwanzig im Freistaat verbrachten Jahren null. Wenn es für Sie allerdings so wichtig ist – isser da wieder, der Komplexe-Ossi?

      Ich rede, wie mir der schwäbische Schnabel gewachsen ist, und ich bin dankbar für den dialektalen Reichtum Deutschlands. An dem Tag, als ich in Kreischa war, befanden sich dort überwiegend Menschen aus dem sächsischen Sprachraum. Ich kann es nicht ändern und will es auch gar nicht. Nun nicht mehr zu dokumentieren, wenn Menschen ihre Mundart pflegen, nur weil andere Menschen wie Sie daraus Herablassung lesen, fände ich ehrlich schade.

      Ja, die pseudomodernen Bauten der schwäbischen Alb, heidenei! Die gibt es, und die sind zum Teil auch ganz schön brachial. Ich habe aber mit keinem Wort der Pseudomoderne nach dem Mund geredet. Ich bleibe jedoch dabei, dass eine der Feudalherrschaft entsprungene Repräsentationsarchitektur vielleicht nicht die angemessenste Hülle für ein Krankenhaus zu Ende des 20. Jahrhundert darstellt.

      Ihren letzten Satz, darf ich den noch mal rekapitulieren – er enthält so putzige Ideen! Ich soll also auf meinem Blog Architektur nicht mehr kritisieren dürfen, weil sich das eventuell nachteilig auf die Gemütslage von Menschen auswirkt, die sich in einem schwierigen Lebensabschnitt befinden? Es ehrt mich ja, dass Sie meinen Worten so viel Macht zusprechen. Ich darf Sie beruhigen, meine Leserschaft ist überschaubar, ich kenne fast jeden persönlich, und noch hat sich keiner beschwert, mein Blog sei voll depri. Falls doch, gibt es ein probates Mittel: einfach nicht mehr mitlesen!

      Also, hiermit nachgedacht, wie von Ihnen gewünscht. Falls Sie weitere Wünsche haben, dürfen Sie sich gerne an mich, noch besser aber an die Herren Knerer & Lang persönlich wenden.

  2. Carola sagt:

    Ich war schon da allerdings stand der Krankenbesuch im
    Vordergrund. aber an diesen riesigen Bau und meine damalige Verwunderung kann ich mich noch gut erinnern.

    • Muyserin sagt:

      Du warst schon in Kreischa? Das wundert mich jetzt doch!

      • Carola sagt:

        Ja. Der Onkel von meinem Freund hat ja in Berlin gewohnt und war in Kreischa zur Reha. Kannst mal gucken wie ich rum komme. Ich war damals auch zweimal in Dresden. Allerdings wusste ich zu der Zeit noch nicht, dass Ihr da wohnt…..
        Leeeeeeeeeiiiiideeeeer….

  3. Zum Artikel der scheußlichen Einseitigkeit

    Sehr geehrte/r Muyserin, was Sie nicht verstanden haben ist dass es in Kreischa nicht um einen Architekturwettbewerb geht, sondern um Menschen, Ihr Leben, unglaubliche Anstrengungen und Ihre Ziele und Wünsche. Schauen Sie doch mal lieber hinter die Fassaden und Gardinen statt auf Schnörkeleien, Blumenrabatten und Verzierungen. Auch in Kreischa wird nach der “absoluten Macht” gegriffen, jeden Tag, und das ist nicht nur Fassade: Alle Mitarbeiter, aber auch die Angehörigen investieren jeden Tag all ihre “Macht”, ihre Kraft für das (Über-)Leben Einzelner, unter Einsatz sämtlicher medizin-technischer, therapeutischer und pflegerischer und wissenschaftlicher Ressourcen, um wieder den Menschen Teilhabe zu ermöglichen an der Gesellschaft, an Arbeit oder Familienleben. Absolutistische Fantasien spielten bei der Erschaffung der Gebäude der Klinik Bavaria in Kreischa nie eine Rolle. Bei uns sollen alle unsere Patienten “Sonnenkönige” sein, die oft einem Schattenreich entfliehen konnten. Freude an nicht absoluter Schönheit mag Stilbruch sein, aber absolute Schönheit und Perfektion ist doch das Leben selbst. (gleich welcher Epoche)

    Andreas Frädrich, Pressesprecher der Klinik Bavaria

    • Muyserin sagt:

      Sehr geehrter Herr Frädrich,

      ich als Pressesprecher würde ja nach der Maxime handeln, „was kümmert’s den Mond, wenn ihn ein Hund anbellt.“ Warum Sie sich überhaupt entschieden haben, auf einen Artikel zu reagieren, der kaum mehr als hundert Menschen erreichen dürfte, wohingegen die Klinik Bavaria ja tatsächlich die Leben Tausender und Zehntausender berührt, ist mir ein großes Rätsel. Souveränität sieht in meinen Augen anders aus.

      Sie meinen also, mich zurechtweisen zu müssen, weil ich es wage, an einem Ort, an dem es um Leben und Tod gehen mag, Geschmacksurteile zu äußern. Mit Verlaub, das ist ein klassisches Totschlagargument nach dem Motto, „als ob es keine wichtigeren Probleme gäbe!“. Die gibt es zweifelsohne, die gibt es aber in beinahe jeder Angelegenheit auf dieser Welt. Dieser Argumentation folgend, dürfte keine Kirmes, keine Samstagabendshow und schon gar kein Satiregipfel veranstaltet werden, solange irgendwo auch nur ein Kind hungert oder ein Tier leidet.

      Aber lassen Sie doch die Kirche im Dorf: dieses Blog ist nur ein kleines, unbedeutendes, gallisches Dorf, und kein überregionales Blatt mit Anspruch auf Objektivität. Vor allem: vergleichen Sie nicht Äpfel (sprich Architektur) mit Birnen (sprich der therapeutischen Qualität in Kreischa)!

      Verfügt in diesem Leben denn nicht einmal ein vermeintlicher Profi wie Sie mehr über die Erkenntnis, dass es in unserer freien Gesellschaft so etwas wie Dissens gibt und sogar geben sollte? Dass es in Geschmacksfragen immer abweichende Urteile geben wird? Dass ich als Bloggerin, also als Produzentin einer höchst subjektiven Publikationsform, ein ästhetisches Geschmacksurteil verkünden kann, ohne dass dies sofort als Pietätlosigkeit gegenüber Krankheit, Leid, Trauer oder aber der tagtäglichen Arbeit von Ärzten, Pflegern, Angehörigen et al. angesehen wird?

      Was meinen Sie, warum ich am Sonntag in Kreischa zu Besuch weilte? Weil es mir als Ausflugsziel empfohlen wurde? Oder weil ich selbst in meiner unmittelbaren Familie mit ebensolchem Leid konfrontiert bin? Ich hatte mich bewusst dagegen entschieden, hier darüber zu schreiben, denn es tut nichts zur Sache. Es geht auch eigentlich niemanden etwas an, denn es ist nicht Thema meines Artikels!

      Mein Angehöriger wird in Kreischa hochgradig professionell versorgt. Während der in Kreischa verbrachten Stunden freute ich mich primär über den Genesungsprozess einer noch vor kurzem dem Tode nahen Person – und darüber, dass dieser Mensch imstande war, mit mir über die Megalomanie der Anlage zu scherzen! Nennen Sie es Galgenhumor, aber selbst die Aussicht auf die letzten Dinge hat es nicht vermocht, das Geschmacksurteil dieses Menschen zu vernebeln. Und von allen positiven Dingen an diesem Tag hat mich das fast am meisten gefreut – dass der alte Spott noch da war, den ich als Ausdruck von Wachheit, Kampfeslust und Lebensfreude wertete.

      In der Hoffnung, dass Sie sich darüber mit mir freuen können, selbst wenn ich Ihren Blumenrabatten den ersten Preis bei „Unser Dorf soll schöner werden“ vorenthalten würde, verbleibe ich hochachtungsvoll

      Ihre Muyserin.

      PS Dass absolutistische Fantasien bei der Erschaffung der Klinikgebäude keine Rolle gespielt haben sollen, würde ich dann doch lieber von den Architekten persönlich hören. Das wird angesichts des Baustils aber kein Mensch vom Fach leugnen, ohne Gesichtsverlust zu riskieren. Ich erwähne es nur, damit Sie wissen, dass sich nicht alles hinwegrelativieren lässt und dass manche Dinge bei ihrem Namen genannt werden dürfen.

  4. Anonym sagt:

    Menschen haben Probleme…

    • Muyserin sagt:

      Ein wahres Wort, Anonym, und so universell gültig! Wie sind Sie zu dieser philosophischen Einsicht gelangt? War es das jahrelange Lesen der Feuilletons? Studien in einem Zen-Kloster? Habitueller Cannabiskonsum? Nun gut, Sie wollen anonym bleiben, daher will ich nicht weiter in Sie dringen …

  5. Elisabeth sagt:

    Sehr geehrte Muyserin,
    ich gehöre zu dem Notfallteam dieser Klinik und kann Ihnen hiermit versichern, das keiner unser Patienten und Besucher zu einem “Notfall” geworden sind, weil ihnen die Architektur nicht gefallen hat…
    Ich habe kein Problem damit, wenn jemand seine Meinung äußert, dann sollte der jenige im Familien- oder auch Freundeskreis abreagieren und nicht unsere Klinik mit diesem Artikel verlinken!
    Ich bitte Sie darum, mal darüber nachzudenken, wenn jemand in dieser Art und Weise etwas über Sie oder Ihre Arbeit schreibt!
    Mit freundlichen Grüßen

    • Muyserin sagt:

      Guten Abend, Elisabeth,

      danke für Ihren höflichen Kommentar.

      Es tut mir leid, dass meine Zeilen Sie so aufbringen. Ich respektiere Ihren Berufsstand über die Maßen, weswegen ich mich sogar entschuldigen würde – wenn ich denn über ihn geschrieben hätte. Wie ich bereits in meiner Antwort an den Pressesprecher Ihrer Klinik dargelegt habe, geht es in meinem Artikel weder um Ihre Arbeit per se noch um deren Qualität. Warum also ziehen Sie sich diesen Schuh überhaupt an? (Das ist keine rhetorische Frage: Ich würde es wirklich gerne verstehen.)

      Ehrlich gesagt, verblüfft mich Ihre Reaktion. Als Pflegepersonal ist man tagtäglich mit existenziellen Problemen konfrontiert, so dass ein dickes Fell sicher unumgänglich ist, um die Arbeit überhaupt durchzustehen. Und dann reagiert man wegen eines vereinzelten Artikels, der noch nicht einmal die eigene Arbeit zum Gegenstand hat, derart dünnhäutig?
      Noch ein technischer Hinweis:

      Ich könnte die Verlinkung auch entfernen. Aber glauben Sie denn allen Ernstes, dass jemand, der meinen Artikel gelesen hat, nicht auch nach der Klinik Bavaria googeln könnte, wenn ich nicht mehr auf sie verwiese?
      Ihre Klinikhomepage, die ein Vielfaches an Zugriffen im Vergleich zu meiner erfahren dürfte, ist von meiner Verlinkung in keiner Weise beeinträchtigt. Wenn Sie z. B. nach den Stichworten KLINIK + BAVARIA oder KLINIK + KREISCHA googeln, taucht mein Blogartikel nicht einmal auf der ersten Seite der Suchergebnisse auf.

      Übrigens: Sie überschätzen also meinen Einfluss hochgradig. Mein Blog richtet sich vornehmlich an meinen Freundes- und Bekanntenkreis. Wenn ich aus dem Nähkästchen plaudern darf: die meisten, die hierher kommen, tun dies über Facebook, wo sie mit mir befreundet sind. Es ist also in der Tat beinahe so, wie Sie es handhaben würden.

      Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute für Ihre Arbeit.
      Mit allem Respekt!
      Muyserin.

  6. Johannes sagt:

    Sehr geehrte Myuserin,

    ich habe Ihren Blog gelesen und habe nur eine Frage:
    Warum haben sie sich gerade die Bavaria Klinik in Kreischa ausgesucht um Unstimmigkeiten in Architektur, moderner Kunst und dem Verständnis für Estetik dar zu stellen?

    Ihr Blog hat für einigen Aufruhr gesorgt. Sind sie Architekt, welchen Bezug haben sie zur Architektur.

    Ich denke es wäre für alle verständlicher gewesen die genauen Hintergründe für Ihren Blog zu erfahren und nicht nur den alleinigen Aufhänger kennen zu lernen.

    Denn wenn man ein so spezielles Gebäude wie die Bavaria Klinik mit all Ihrer Schönheit die wie wir alle wissen immer im Augen des Betrachters liegt, grundlegend kritisiert und sei es nur architektonisch, muss man damit rechnen, auch im kleinen Rahmen, das man auch kritisiert wofür die Klinik steht, wenn man wie Sie zwar sehr eloquent aber ohne tiefere Hintergrundinformationen bloggt.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Muyserin sagt:

      Guten Morgen, Johannes,

      vielen Dank auch Ihnen für Ihre Wortmeldung.

      Ich will versuchen, Ihnen zu antworten, auch wenn es nicht „nur eine Frage“ ist, wie Sie schreiben, sondern drei. Im Gegenzug darf ich mit ein paar Fragen meinerseits an Sie aufwarten?

      Warum haben sie sich gerade die Bavaria Klinik in Kreischa ausgesucht um Unstimmigkeiten in Architektur, moderner Kunst und dem Verständnis für Estetik dar zu stellen?

      Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach, auch wenn die Frage eine Behauptung aufstellt, die so nicht stimmt. Wenn Sie sich fragen, wie ich auf Kreischa gekommen bin, finden Sie die Antwort gleich zu Beginn des zweiten Absatzes meines Blogposts:

      Während wir gestern in der Klinik Bavaria zu einem Krankenbesuch weilten, hatte ich ausreichend Gelegenheit, diesen locus amoenus der Investorenarchitektur zu erkunden.

      Allerdings weiß ich nicht, wo ich mich über moderne Kunst geäußert haben soll. Vielleicht Sind Sie so freundlich, mir die Stelle zu benennen?

      Ihre nächste Frage:

      Sind sie Architekt […]

      Nein.

      (Im Impressum steht mein vollen Name. Wenn Sie den googeln, finden Sie ziemlich schnell heraus, was ich bin – und was nicht.)

      Aber muss man Architekt sein, um sich über Architektur Gedanken machen zu müssen? Das wäre mir neu. Nach meinem Verständnis wird Architektur für die Menschen gemacht, die sie nutzen. Daher ist es deren gutes Recht, sich zu ihr zu positionieren, so wie ich es getan habe.

      Zu Ihrer letzten Frage:

      […] welchen Bezug haben sie zur Architektur.

      Die kurze Antwort: siehe oben.

      Die etwas längere: Meine Bezüge zur Architektur sind vielfältig. Zum einen war es Bestandteil meines Studiums der Kunstgeschichte, Vorlesungen und Seminare zu Architektur und Städtebau zu besuchen. Unter meinen Dozenten war es vor allem Prof. Jürgen Paul, der uns Studenten lehrte, sich mit der gebauten Umwelt zu beschäftigen (eine diesbezüglich aussagekräftige Publikationsliste finden Sie hier).

      Mein Interesse für Architektur hat auch zu beruflichen Engagements geführt. Ein Beispiel: Das Wunder von Leinefelde, ein Buch, in dem sich der renommierte Architekturkritiker Wolfgang Kil mit dem Rückbau der Stadt Leinefelde auseinandersetzt, wurde gemeinsam von mir und meinem Kollegen Ben Kern übersetzt.

      Für die Sächsische Akademie der Künste war ich bei Kolloquien der Klasse Baukunst zugegen, die sich mit Architektur und Städtebau beschäftigten.

      Auf privater Ebene finden sich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gleich mehrere Architekten, aus dem Stegreif fallen mir mindestens fünf ein, mit denen ich mich regelmäßig über Architektur austausche.

      Zu guter Letzt lese ich recht gerne Fachpublikationen wie die bauwelt oder den Baumeister, wenn mein Alltag als Mutter es denn erlaubt (was zugegebenermaßen nicht so oft ist, wie ich es gerne hätte).

      Ich hoffe, meine kleine Aufzählung stellt Sie zufrieden und stimmt Sie etwas gnädiger gegenüber der Tatsache, dass ich die Chuzpe besitze, über mein Leben und meine Gedanken zu bloggen.

      Erlauben Sie mir noch eine Einlassung zu Ihrer Bemerkung, mein Blog habe für „einigen Aufruhr“ gesorgt. Ich weiß nichts über Ihren Hintergrund, aber die Besucherstatistiken meines Blogs sprechen eine andere Sprache. Kein ungewöhnlich hohes Besucheraufkommen und auch keine ungewöhnlichen Referrer, das heißt, die Orte, von denen Leute auf meine Seite gelangen, sind die üblichen Verdächtigen. (Auf Wunsch kann ich diesbezüglich gerne noch Screenshots einpflegen, die dies belegen.)
      Ohne Ihnen also zu nahe treten zu wollen, aber möglicherweise sollten Sie die eigenen Betroffenheit nicht zu sehr extrapolieren?

      Vielleicht wäre es an der Zeit, mir als kritisierter Autorin einmal nachvollziehbar zu machen, wie Sie, Johannes, Elisabeth und Herr Frädrich, auf meinen Artikel aufmerksam geworden sind. (Beim Frieder kann ich es mir denken; ich meine, ihn von hier zu kennen.)

      Im übrigen habe ich kein Problem damit, kritisiert zu werden. Die Tatsache, dass ich nun schon zwei Tage lang mehr oder weniger freundliche und mehr oder weniger sachliche Kommentare nicht nur freischalte, sondern auch ausführlich beantworte, spricht, so denke ich, für sich.

      Freundliche Grüße
      Muyserin.

  7. Ich dachte schon, ich wäre der Einzige, der den Baustil als vollkommen unangemessen empfindet. Wichtigtuerisch, gigantomanisch und kindisch in seinen missglückten Anleihen in barocker Schlossarchitektur. Die gesamte Anlage verdirbt den Charakter des Kreischaer Beckens, ganz egal aus welcher Richtung man sie betrachtet. Ein albernes Disney-Schloss.

    Bevor jemand fragt, ich darf das schreiben, ich habe mal Landschaftsarchitektur studiert (im Nebenfach zwar nur – aber immerhin).

    • Muyserin sagt:

      Und außerdem bist Du als Pfleger hier in bester Gesellschaft …

    • stefanolix sagt:

      Zur Gesamtsituation möchte ich mich ausdrücklich der Gastgeberin und dem Herrn Bardamu anschließen. Einen kleinen Einwand habe ich allerdings: Die Seerosen können wirklich nichts dafür ;-)

      PS: Ich darf das auch schreiben. Ich habe im Hauptfach Bauingenieurwesen studiert. Unsere ersten Vorlesungen in Baukonstruktionslehre hatten wir bei einem Architekturprofessor, der in seiner Kritik misslungener Bauwerke noch wesentlich radikaler auftrat als die Frau Muyserin. Ein Bauwerk muss Wind, Wetter und Kritik aushalten.

      PPS: Der Barockgarten Großsedlitz ist nicht sehr weit entfernt. Dort hätten die Bauherren sich wirklich Anregungen holen können. Nicht etwa zum Nachbauen. Nur um zu lernen, wie man ein Bauwerk in die Landschaft einfügt.

  8. Ulla sagt:

    Auch mich beschlich ein ungutes Gefühl , als ich aus Besuchszwecken die Kreischaer Klinik aufsuchte. Mit dem genesenden Familienangehörigen verzweifelt ein schönes stilles, lauschiges, schattiges Örtchen suchend, sind wir gescheitert.

    Und auch ich kann mir als Steinbildhauerin ein Urteil erlauben, was die bauliche Situation der Klinik betrifft, und daher kann ich mich dem Urteil der Muyserin nur anschließen. Amüsiert habe ich diesen schönen, persönlichen Blogeintrag gelesen und mich dabei wiedergefunden.

    Die fachliche Arbeit des Klinikpersonals wird an keiner Stelle thematisiert und soll überhaupt nicht in Frage gestellt werden. Auch meinem Familienangehörigen geht es wieder gut und an die Betreuung denkt er gern zurück. Die Klinik wurde jedoch vermutlich nicht von diesen erbaut. Daher kann ich die Empörung überhaupt nicht nachvollziehen. :-)

  9. Peter Lustig sagt:

    irgenwie habe ich den Eindruck hier gibts ne menge Profilneurotiker und Pseudo-Intelligenzia. es reicht das leben studiert zu haben um DDR-Plattenbauten und 70erJahre Hochhäuser (West) oberscheußlich zu finden. ist doch super das in kreischa überhaupt was entstanden ist und und nicht alles abgewickelt wurde. arbeitsplätze meine ich zum Bleistift. Diese plattform erscheint mir als club der langeweiler und irgendwie nur für langzeitstudenten und für ewig gestrige. wenn ich das schon lese dieses und jenes Schloß ist schöner und autentisch…. In 100 jahren wird man wieder ganz anderes reden über dei Epoche nach der Wende. wenn man frau einen anständigen job hätte würde man nicht hier im blog rumschreiben sondern was tun. wenn man frau schatten sucht muss man sich nicht extra in die Sonne stellen. ich habe nicht kunsthistorik studiert und auch nicht landschaftsarchitektur im nebenfach wie peinlich hierüber sich zu brüsten. Hut ab vor den leuten die in diese architektonischen scheusslichkeit jeden Tag ihren job machen statt hier rumzumachen

    • Muyserin sagt:

      Vorweg: Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Sie mir hier Anmaßung vorwerfen und sich gleichzeitig nach einem Helden meiner Kindheit benennen, dem Fernsehmoderator Peter Lustig. Irgendwie habe ich dessen Auftreten im Vergleich zu Ihrem als wesentlich tiefenentspannter in Erinnerung.

      Ihre Meinung zu meinem Blog und meinen Kompetenzen sei Ihnen unbenommen.

      Da Ihr Kommentar nicht den Eindruck erweckt, als ob Sie sich die Mühe gemacht hätten, Entsprechendes über mich in Erfahrung zu bringen, darf ich Sie in einer Hinsicht beruhigen: ich habe einen Job, von dem ich ganz anständig leben kann – ob ihn dies in Ihren Augen zu einem anständigen Job macht, sei dahingestellt.

      Zur Zeit bin ich übrigens Hausfrau und Mutter. Oh süßes Nichtstun! Tage des Latte-Macchiato-Trinkens, Nächte des Im-Blog-Rumschreibens.

      Noch eine ganz persönliche Anmerkung: es hat auch mit meinem Job zu tun, Ihre wirklich scheußliche Orthografie anzumahnen! Sie sollten nicht so sehr an Satzzeichen sparen, das schlägt mir und offenbar auch Ihnen aufs Gemüt.

      Und zu guter Letzt: Kommentare, in denen die Redewendung „zum Bleistift“ auftaucht, schaffen es ab jetzt nicht mehr durch den Spam-Filter.

  10. dekabrista sagt:

    @ Peter Lustig: Ich darf Sie zitieren –

    wenn man frau einen anständigen job hätte würde man nicht hier im blog rumschreiben sondern was tun.

    • stefanolix sagt:

      Jetzt nach Feierabend darf man ja wohl? ;-) — Ich habe nämlich ein Beispiel für Herrn Lustig.

      Ein Jahr vor der Wende begann ich mein Studium im Weimar. Das Studentenwohnheim unserer Fakultät Bauinformatik befand sich im alten Gau-Forum. Das Gau-Forum sah so aus, wie man sich ein Nazi-Bauwerk gemeinhin vorstellt. Doch uns als Studenten waren Werturteile über das Gebäude zunächst völlig gleichgültig. Wir hatten im ersten Semester sowieso kaum eine andere Wahl, es war kostengünstig, es war warm und es lag nahe an unserer Fakultät.

      Heute befindet sich in dem (mittlerweile sanierten) Gebäude eine öffentliche Verwaltung. Das Gebäude sieht immer noch so aus, wie man sich ein Nazi-Bauwerk gemeinhin vorstellt. Aber die Angestellten arbeiten eben darin und auch sie (be)trifft kein Werturteil über das Gebäude.

      Fazit: Man kann ein Gebäude schlecht finden, aber dieses Urteil betrifft in keiner Weise die darin lebenden oder arbeitenden Menschen. War das jetzt verständlich?

    • Muyserin sagt:

      Ich brauche endlich einen „Gefällt mir“-Button.

  11. Rebecca sagt:

    Ich finde es gut und bin sehr überrascht, daß sich hier auch Gegenstimmen herfinden und Du sie auch publizierst. Das ein Pressesprecher und eine Angestellte Dir schreiben wundert mich nicht, ich dachte Du bist professionelle Journalistin und möchtest gelesen werden und dein Blog ist nicht nur Ausdruck Deiner persönlichen Befindlichkeiten oder ablassen von Frust. Für mich ist der Fakt, daß sie schreiben eher ein Ausdruck, daß sie hinter ihrer Arbeit stehen und sie gern machen. Und da ist wohl jeder subjektiv.
    Ich habe mich beim Lesen Deines Artikels auch unwohl gefühlt. Nur konnte ich es nicht so recht benennen, was es eigentlich ist. Ich dachte erst, weil in meinem nahen Verwandtenkreis zwei Personen in Reha- Einrichtungen in jüngster Vergangenheit waren, gehe ich etwas unentspannt mit der Sache um. Mich stört Dein Urteil über die Architektur nicht. Aber nach einiger Diskussion im Freundeskreis weiß ich nun, was mich etwas kratzt. Aus meiner subjektiven Sicht: italienische Krankenhäuser sind leider nicht so pompös und gut ausgestattet. Ein zweiter Punkt ist: Du schriebst vor einiger Zeit, daß Dich jemand als schwäbische Hausfrau bezeichnete und Dich das verletzte. Ich habe Dich da nicht verstanden, als ich Deinen Artikel las, weil ich keine Vorurteile gegen Hausfrauen egal welchen Landstriches habe. Aber vielleicht liegt es ja auf der Ebene, wie Dein Zitat der Leute mit dem sächsischen Dialekt. Du hast geschrieben, daß Du seit 20 Jahren hier wärest und für Dich gäbe es das Thema Unterschiede Ost / West nicht. Ich pendle zwischen den Welten und habe eine andere Auffassung, es gibt Unterscheide und zwar nicht nur zwischen Ost und West sondern auch Nord / Süd … und das ist o.k. wozu sollte man sonst in andere Länder gehen um andere Mentalitäten kennenzulernen :o) Dein Zitat dieser Kaffeerinkenen Leute wirkt für außenstehende vieleicht etwas abwertend (es wird nicht unbedingt mit der Architekturkritik, sondern mit einem Urteil über Menschen in Verbindung gebracht.) Und nun sind wir bei der dritten Sache die mich etwas kratzt. Dazugehören ist etwas anderes als irgendwo Leben in seinem Submilieu, es heißt auch die Befindlichkeit des Anderen gelten zu lassen und zu vertstehen. Dashalb glaube ich in Deinen Artikel ist eine Gemengelage entstanden, es erscheint eben nicht wie eine kühle Architekturkritik.

    • Muyserin sagt:

      Fünfundzwanzig Fakten (für Rebecca)

      1. Ich blogge seit mehr als vier Jahren.
      2. Davon mehr als zwei anonym bzw. unter Pseudonym.
      3. Seit zwei Jahren blogge ich unter eigenem, vollen Namen.
      4. Vor anderthalb Jahren wurde ich von einem Leser meines Blogs als Journalistin angeworben.
      5. Ohne das Bloggen wäre ich nicht zum Journalismus gekommen.
      6. Ich bin, zur Zeit, und wer-weiß-wie-lange-noch, hauptberuflich und großenteils Hausfrau und Mutter.
      7. Das heißt: seit vier Jahren schreibe ich, aus vorwiegend intrinsischer Motivation.
      8. Darunter fallen primär der „Ausdruck persönlicher Befindlichkeiten“, ebenso wie, in nicht geringem Maße, das „Ablassen von Frust“!
      9. Ich bin gerne Hausfrau.
      10. Ich bin Schwäbin.
      11. Ich empfinde es als verletzend, als schwäbische Hausfrau bezeichnet zu werden, wenn damit „hausbacken und verklemmt“ insinuiert wird, und zwar von Menschen, die gleichzeitig meine Gastfreundschaft ausnutzen, meine Intimsphäre verletzen und anschließend ihr Verhalten als Libertinage stilisieren.
      12. Ich liebe es, Mutter zu sein.
      13. Ich finde es bisweilen frustrierend, ausschließlich Hausfrau und Mutter zu sein.
      14. Mein Sohn ist kein adäquater Gesprächspartner für die Dinge, die mich beschäftigen.
      15. Stilldemenz ist eine mir vertraute Vokabel.
      16. Schreiben – egal ob gegen Geld oder ohne Bezahlung – ist für mich Entspannung, Genuss und Muße.
      17. Selbst wenn ich Architekturkritik bieten könnte und wollte, würde diese (hoffentlich!) nie „kühl“ ausfallen. Dazu bin ich viel zu enthusiastisch und exaltiert gegenüber meiner gebauten Umwelt.
      18. All die Leute, die meinen, mir erzählen zu müssen, was ich besser tun oder lassen sollte, bzw. was mein Blog sein könnte, aber nicht ist – lesen die eigentlich jemals, was ich a priori zu dem Thema zu sagen hatte?
      19. Ich habe nicht gesagt, dass es keine Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschen gibt.
      20. Ich habe gesagt, dass diese Unterschiede für mich nach 20 Jahren kein Thema sind.
      D. h., sie spielen in meinem Alltag, in der Wahl meines Umgangs, in der Zusammensetzung meiner Freundeskreise keine bewusste Rolle.
      21. Hinter allem, was ich hier veröffentliche, steht mein voller Name, inklusive voller Anschrift und Telefonnummer. (Seit ich weiß, dass manche Menschen allein bei Erwähnung des Wortes „Bauhaus“ Beißreflexe bekommen, ist mir deswegen ein wenig bang).
      22. Unter denen, die meinen, mich hier kritisieren zu müssen, tut es nur einer unter vollem Namen (und derjenige lässt sich dafür von der Klinik Kreischa entschädigen. Richtig so, sage ich.).
      23. Ein Wunschgedanke? Es wäre schon fair, wenn mir mal jemand ebenso viel Einblick in sein Leben böte, auf dass ich es dann nach Belieben auf Widersprüche hin filzen könnte.
      24. Ach ja, die italienischen Krankenhäuser: bin da keine Expertin. Mein Vater bekam in der Toskana zweimal von einer Ärztin den Verband gewechselt und eine Spritze gesetzt, ohne dass man Geld von ihm wollte. Ob es in deutschen Arztpraxen ähnlich unbürokratisch zugeht? Praxisgebühr und so? Ich bezweifle es.
      25. Hab‘ ich noch was vergessen? Siehe 16.

  12. Carola sagt:

    @stefanolix: Dein Fazit gefällt mir und ich hoffe, dass es auch ALLE verstehen.

  13. Robert K. sagt:

    Bitte was soll dieses Pseudointelligente Geschreibe überhaupt? Da hat wohl jemand einfach zu viel Zeit.

    9. Ich bin gerne Hausfrau.
    12. Ich liebe es, Mutter zu sein.
    13. Ich finde es bisweilen frustrierend, ausschließlich Hausfrau und Mutter zu sein.

    Es gibt so viel Wichtiges auf der Welt zu tun und Sie regen sich über die Bauweise einer Klinik auf. Die Art und Weise wie Sie schreiben klingt pseudoredaktionell und nach einer möchtegern interlligenter Art zu schreiben. Auch mit Kritik an Ihrem Blog kommen sie auf keiner Weise zurecht, ein schmunzeln kann ich mir nicht verkneifen. Ich bin schon auf die Antwort gespannt. Zeit genug haben Sie ja ;)
    Und wenn Kritik, dann bitte auch sachlich. Schon allein die Überschrift wäre in einem Testat der 8. Klasse durchgefallen. Gell ;)

  14. rebecca sagt:

    Ich bin sehr überrascht über Deine heftige Reaktion. Ich wollte Dich auf keinen Fall verletzen oder beleidigen. Falls dies geschehen ist bedaure ich das sehr. Ich werde Deinen Blog nicht mehr lesen oder durch Kommentare stören.

    • Muyserin sagt:

      Hallo Rebecca,

      ich war von Deinem Kommentar weder verletzt oder beleidigt – ehrlich! Ich wollte mit meiner Antwort nur einfach die Widersprüche aufzeigen, unter denen mein Bloggen stattfindet.

      Ehrlich gesagt, finde ich es ziemlich uncool, dass Du meinst, das Recht zu haben, mich persönlich zu kritisieren, und Dich dann sang- und klanglos verabschiedest, sobald meine Antwort vielleicht nicht nach Deinen Vorstellungen ausgefallen ist.

      Dass Du, als eine, die selbst bloggt, nicht um die Gefahr der Mehrdeutigkeit des geschriebenen Wortes weiß, überrascht mich. Da kann ich Dir für Deine eigenen Veröffentlichungen nur wünschen, dass Du niemals missverstanden wirst.

  15. Muyserin sagt:

    Wertes fahrendes Volk der Trolle!

    Sie haben sich entschieden, einmalig auf meinem Blog zu campieren, Ihre Egoprobleme auf mich zu projizieren und dann weiter zu ziehen (was mich ehrlich gesagt nicht sonderlich traurig stimmt).

    Wenn es darum ging festzuhalten, was an meiner Person [abschätziges Adjektiv Ihrer Wahl einsetzen] ist, darf ich für mich in Anspruch nehmen, Ihnen ausreichend Gelegenheit geboten zu haben, dieser Meinung nachhaltig Ausdruck zu verleihen. Ein Tipp für die Zukunft: Keep it simple, stupid! Schreiben Sie beim nächsten Mal doch einfach „Du bist Scheiße!“ – eine klare Botschaft, die bestimmt ihre Anhängerschaft fände. Die Herzen der anderen Trolle würden Ihnen zufliegen; Sie könnten Mailinglisten einrichten, einen Verein gründen und Betriebsausflüge nach Kreischa veranstalten.

    Aber! Leider war bis dato unter Ihren Verlautbarungen kein einziges sachlich vorgetragenes, stichhaltiges und sachkundiges Argument zugunsten der Architektur der Klinik Bavaria, auf dessen Grundlage sich ein intelligentes Streitgespräch, z. B. zum Thema moderne versus historische Formensprache hätte entspinnen können.

    Ich bin ehrlich beleidigt – weil Ihre Beißreflexe so vorhersehbar waren und Sie mich eine ganze Woche lang tödlich gelangweilt haben.

    Im Interesse Ihrer und meiner Zeit (von der Sie so wenig haben, weil Sie damit beschäftigt sind, zu betonen, dass ich davon zu viel habe) beende ich die Diskussion an dieser Stelle.

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