Auf einmal steht es da. Natürlich stimmt das so nicht. Das Haus Böhmische Straße 7 ist nicht über Nacht vom Himmel gefallen. Es fällt mir nur gerade zum ersten Mal auf, dass eine der letzten Baulücken der Neustadt (auf Google Street View liegt sie noch brach) offenbar geschlossen wurde.
Das ist aber nur der zweite Gedanke, den ich beim Anblick des Hauses habe. Mein erster: „Gitter! Dieses Gitter kennst Du doch!“. Kurzer Anruf beim Architekten meines Vertrauens: „Sag mal, das sieht doch aus wie … Hm … Sind es nicht? Ach, die sind das? Wirklich, ich hätte schwören können, dass es von denen …!“
Als mir diese Art Gitter in Dresden zum ersten Mal begegnete, hatte ich schwärmerische Assoziationen an Maschrabiyya und das Versteckspiel, das diese arabischen Holzgitter mit dem Drinnen und Draußen inszenieren. Die Gestaltung der Sockelzone hatte mich damals so begeistert, dass ich das Metallgitter zum Motiv meines Blogbanners und Avatars erhob. – Jetzt stehe ich dem dreigeteilten Gitterband, das die Hausfront an der linken Seite abschließt, ratlos gegenüber, denn dahinter verbirgt sich – Nichts.
So sieht es wohl aus, wenn ein architektonisches Detail einen Karriereknick erlebt: von Schick zu Chichi …


Vielen Dank für die Aufklärung bezüglich Deines Blogbannerbildes! Es ist also keine riesige Großflächentoblerone :-)
Das ist eine sehr perverse, sehr geile Assoziation! :D Danke dafür!
Erstaunlich, dass Dich die Metallgitter so in Verzückung setzen! Bei Holz hätte ich das von Dir eher erwartet! Offensichtlich muss ich Dich nach knapp 20 Jahren ein Stück weit neu kennen lernen. ;-)
Das solltest Du unbedingt, anders wäre es auch tragisch, oder?
Ich dachte immer, das sei eine Küchenreibe in Großaufnahme. Meine Freundin Verena würd jetzt sagen: Dass du auch immer ans Essen denken musst.
Wird ja immer besser. :) Ich sollte mal öffentlich raten lassen … Deiner Freundin Verena könntest Du Diana Kralls „Frim Fram Sauce“ vorsingen …
Na, nix stimmt ja nu auch nicht. Sieht vielmehr aus wie ein Eingang zu einem hübschen Garten und das Besser-Graffitti an der Hauswand ist doch auch ein lohnender Anblick. Ausserdem hat das Garagentor das gleiche Gitter, das aber auf deinem Foto wohl offen stand. Ich finde das eigentlich ganz patent, auch wenn es nicht golden ist wie auf der Fichte.
Vielleicht war ich etwas zu streng. Aber der Garten war mir nicht aufgefallen, ich werde beim nächsten Spaziergang dort Ausschau halten. Das Graffito war zum Zeitpunkt, als ich das Foto machte, wohl noch nicht da.