Suppe am Samstag: Bananensuppe (nicht nur für Schwangere)

In meinem Artikelordner schlummern 45 Entwürfe! Grund genug, davon einige in den Papierkorb, andere aber ans Tageslicht zu befördern. Hier ein Rezept aus der Zeit, als ich schwanger war.

*

Irgendwo hatte ich aufgeschnappt, dass man als Schwangere Bananen essen soll (wofür oder wogegen, habe ich vergessen). Kalium? Sodbrennen? Wer heutzutage als gute Mutter durchgehen will, sollte mindestens einen Abschluss in Lebensmittelchemie vorweisen können.

Wie dem auch sei, ich vergaß des öfteren, dass ich Bananen gekauft und an einem Haken zwischen den Töpfen und Pfannen aufgehängt hatten. Und da hingen sie dann und reiften. Und reiften. Bis zumindest ich sie nicht mehr roh essen wollte. Früher hätte ich mit sehr reifen Bananen einfach Banana Bread gebacken, was aber relativ aufwändig ist.

Zum Glück fiel mir eines dieser typischen kleinen Kochbüchlein in die Finger, die so tun, als seien sie thematisch ganz eng gefasst, in Wahrheit aber ein Sammelsurium an Rezepten enthalten.

Feines aus Joghurt, Milch und Quark, Burda 1988 [Umschlagdetail).Feines aus Joghurt, Milch und Quark erschien 1988 im Burda-Verlag, und seit Jahren nehme ich es ausschließlich wegen eines Rezeptes zur Hand: Bananensuppe. Die Zubereitung geht rasant schnell und erfordert null Kochkünste. Trotzdem schmeckt die Bananensuppe so raffiniert, dass sie bei Gästen immer wieder Begeisterung hervorruft.

Bananensuppe

Zutaten

1/4 l Hühner- oder Gemüsebrühe
2 reife Bananen
Saft einer Zitrone
2 Eigelb
200g Sahne
1 Msp. geriebene Muskatnuss
Salz, weißer Pfeffer
Schuss trockener Weißwein (leicht durch Trauben- oder Orangensaft zu ersetzen)
4 TL Crème fraîche
Cayennepfeffer

optional:

Kresse, Schnittlauch oder fein geschnittene Frühlingszwiebeln zum Dekorieren

Zubereitung

Bananen schälen, in Stücke schneiden, mit dem Pürierstab (oder einer Gabel) pürieren. Brühe zugießen und erneut pürieren. Zitronensaft hinzufügen. Alles in einem Topf auf einer Herdplatte warm stellen – die Suppe darf für den nächsten Schritt nicht zu heiß sein. Eigelb mit Sahne verquirlen und unter Rühren der Suppe zugeben. Erwärmen, aber nicht aufkochen, da das Ei sonst gerinnt! Mit Muskat, Salz, Pfeffer und wenig Weißwein abschmecken. In vorgewärmten Tellern anrichten und mit Creme fraîche, Kresse und ganz wenig Cayennepfeffer anrichten.

Variante

Pikanter wird die Suppe, wenn man sie statt mit Muskat mit einem TL Curry würzt und sie am Schluss statt mit Cayennepfeffer mit geröstetem, schwarzem Sesam bestreut.

Guten Appetit!

(und ein ganz lieber Gruß an meine zwei schwangeren Freundinnen, K. und A.)

PS Ein Foto gibt es keines, weil die Suppe alle war, ehe irgendjemand ans Bloggen dachte.
Dieser Beitrag wurde unter Soma & Aroma, Suppe am Samstag abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.