Crash Boom Bang statt Flashmob

Eigentlich wollte ich heute zum Flashmob [PDF] vor dem Rathaus. Dazu kam es aber nicht.

Eine der „Spätfolgen“ (wenn das Wort bei drei Monaten Zeitspanne schon angebracht ist?) der Schwangerschaft sind schmerzende Füße – das Gewicht des Kindes in meinem Leib hat mir wohl lebenslange Senk-, Spreiz- und Plattfüße beschert. Seit der Entbindung kann ich während der ersten Viertelstunde nach dem morgendlichen Aufwachen kaum auftreten, ohne das Gefühl zu haben, auf ein Messer zu treten (keine Sorge, Hans Christian Andersen machte aus diesem Symptom Weltliteratur: „jeder Schritt, den du tust, wird sein, als ob du auf scharfe Messer trätest, so daß dein Blut fließen muß.“).

Das mit dem „schwebenden Gang einer Tänzerin“ muss ich aber noch üben. Als ich mich heute vom Bürostuhl erhob, hatte ich keinerlei Gefühl im rechten Fuß – und knickte um. Weil es sich aber gleichzeitig überhaupt nicht angefühlt hatte, als ob mein Bein eingeschlafen sei, tat ich noch zwei ungläubige Schritte – und wieder knickte mein Fuß komplett um. Zack! sackte ich mit meinem ganzen Gewicht auf das Tagesbett im Arbeitszimmer (dasselbe Bett, auf dem ich seit Monaten Sachen beiseite legte, die empfindlich sind: Kunstdrucke, Geschenkpapiere, schöne Schachteln … reden wir nicht weiter darüber).

Die Kindsbespaßung hielt sich unter diesen Umständen in Grenzen. Just in dem Moment, wo ich mir vorgenommen hatte, etwas mehr Regelmäßigkeit in die Schlaf- und Stillrhythmen des Kindes zu bringen, bestand der Tag heute hauptsächlich daraus, den Fuß hochzulegen und dem Bubele seinen Willen zu lassen, was bedeutet, dass er den Großteil des Tages an meiner Brust ruhte. Was sich mal wunderschön anfühlt, mal aber auch gewaltig an den Nerven zehren kann.

Inzwischen bin ich bei Season 4 von Medium angelangt … I bet you didn’t see this coming, Allison Dubois!

Mal sehen, ob ich morgen früh zum PEKiP gehe, oder doch lieber zum Arzt …

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3 Kommentare zu Crash Boom Bang statt Flashmob

  1. stefanolix sagt:

    Wenn sich der Mensch auf dem Bürostuhl ganz stark auf die Arbeit konzentriert, kann er beim Aufstehen leicht fehltreten. Das ist mir auch schon passiert. Je nach Art der unbewussten Anspannung zwickt dann die Achillessehne oder die Fußsohle, das Knie oder die Wade. Gute Besserung!

    • Muyserin sagt:

      Ich denke, dass es sich um Durchblutungsstörungen handelt. Offenbar sind auch Treppenmarathonläufer nicht dagegen gefeit.

  2. thg sagt:

    Oha. Dann wünsche ich schnelle Linderung des Problems!

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