Ein „auratisch transluzentes Zelt“: auf Tuchfühlung mit dem Vorhang der Dresdner Neuen Synagoge

Vor einigen Tagen führte mich eine Recherche zu den Deutschen Werkstätten Hellerau. In deren Werkstättengalerie findet derzeit eine Ausstellung statt, die ich allen architekturbegeisterten Dresdnern ans Herz lege (meine ausführliche Rezension wie immer nebenan), weil man viel über Orte lernen kann, die einmal waren und nicht mehr sind – dazu zählt das beinahe schon mythologische Vorkriegs-Dresden. Wie Architekten versuchen, mit der Abwesenheit von etwas, mit der bloßen Erinnerung umzugehen und sie baukünstlerisch zu vergegenwärtigen, ohne dafür den Blick auf Neues zu verstellen, lässt sich in der Ausstellung exemplarisch studieren.

Materialprobe des Kettenvorhangs der Dresdner Synagoge.

Materialprobe des Kettenvorhangs der Dresdner Synagoge.

Mein persönliches Highlight: einmal das Kettengewebe berühren zu dürfen, welches das „auratisch transluzente Zelt“ im Inneren der Dresdner Synagoge bildet. Denn wer es schon einmal an Ort und Stelle sah, weiß, welchen haptischen Reiz es ausstrahlt.

Die Ausstellung geht noch bis Mitte Dezember, genügend Zeit also, einen Ausflug nach Hellerau einzuplanen.

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