Die abgefahren (und wenn ich ehrlich bin, fast ein wenig eklig) klingende Kopfsalatsuppe mit Erdbeeröl wollte ich schon seit geraumer Zeit ausprobieren, und jetzt, wo ich es endlich getan habe, ärgere ich mich, dass ich damit so lange gewartet habe.
Noch immer sind Erdbeeren relativ günstig zu haben, man sollte also diesen Umstand nutzen und es mir nachtun, denn die Suppe war total einfach zuzubereiten und trotzdem ganz und gar ungewöhnlich. Das Rezept wandert auf jeden Fall in mein Repertoire!
Zunächst bereitet man eine hundsnormale Gemüsesuppe zu. Dazu putze und zerkleinere man eine Stange Lauch, eine Möhre und zwei Kartoffeln (so in etwa lassen sich die Grammangaben des Ursprungsrezeptes in tatsächlichem Gemüse wiedergeben). Diese in etwas Öl andünsten und mit reichlich Gemüsebrühe bedeckt 15 Minuten köcheln lassen. Einen Becher Sahne zugeben und pürieren (die Reihenfolge ist wichtig, denn dann sind etwaige, im Gesicht landende Spritzer nicht so heiß).
Anschließend ein paar gute Handvoll klein geschnittenen Kopfsalat zufügen, alles kurz aufkochen lassen und dann nochmals pürieren (der Salat wird sich nie ganz homogen zerkleinern lassen, was aber beim Essen für ein angenehm knackiges Gefühl im Mund sorgt).
Damit aus diesem sahnigen Wintereintopf eine Sommersuppe wird, die Mischung mit 1 EL Zucker, Salz, Pfeffer und dem Saft einer Zitrone abschmecken, die hier wirklich für ein überraschendes Aroma sorgt. Nun die Suppe beiseite stellen.
Eine Schale Erdbeeren putzen; die Hälfte pürieren und mit viel Pfeffer sowie ein paar EL möglichst geschmacksneutralem Öl (z. B. Raps-) abschmecken. Ich hatte mich erst gewundert, was das Öl hierbei soll, bis ich die Suppenteller anrichtete: durch das Öl bleibt der Erdbeerpüreewirbel schön an der Oberfläche der Suppe, anstatt abzusinken. Raffiniert!
Die restlichen Erdbeeren kleinschneiden, etwas Weißbrot (z. B. Baguette oder Ciabatta) toasten und mit Ziegenkäse oder – meine neueste Leidenschaft – Stracchino (den es mal kurz als Aktion bei NETTO gab und der wie Gorgonzola ohne Schimmel schmeckt) belegen. Mit den Erdbeeren garnieren. Ich habe dann noch eine Prise gerebelten Rosmarin darüber gegeben, weil ich die Kombination Erdbeeren und Rosmarin gerne mag.
Ein kleines, feines Mittagsmahl.







Hmmmmmmmmmmmmm. Ich sehe, ich muss mich mal wieder zum Essen einladen. Dazu noch eine Folge mit dem berühmtesten Detektiv der Literaturgeschichte und ein Gläschen Limoncello. Welch schöne Vorstellung…
Du meinst bestimmt Ace Ventura, nicht wahr? ;)
Also ich muss zugeben als ich die Überschrift las dachte ich schon eher “igitt was ist das für eine Konstellation”…Aber nachdem ich die Bilder gesehen habe muss ich zurück rudern! Das sieht sehr lecker aus! Kriegt man richtig Hunger drauf.
Dann koch’ es mal nach! Es lohnt sich! :)
Sieht wirklich lecker aus!
Ich mache ohnehin in der Erdbeerzeit mein Salatdressing gern mit Erdbeeren. Hälfte Erdbeeren pürieren, würzen, Balsamico dran; andere Hälfte Erdbeeren schnippeln, alles unter Feldsalat (oder Eisbergsalat oder egal was für Salat) mischen – fertig :-)