Urlaub im Diako Inn: Cocktails, Gnotschi und Bibel TV

Nach 24 h unfreiwilligen Heilfastens, unterbrochen nur von hammerhackemachenden Infusionscocktails, habe ich mich heute sehr auf und über das Mittagessen gefreut.

Pilzgulasch mit Kartoffelpüree.

Pilzgulasch mit Kartoffelpüree.

Die Alternative wäre übrigens Schweinegeschnetzeltes mit (gänzlich unironischen) „Gnotschi“ gewesen.

„Bumi Fruchtcreme Diab.“ schmeckte genauso, wie es hieß.

Nach einigen Stunden Zappens weiß ich nun: German Daytime Television = Fremdschämen oder Hirnbluten. Da freut man sich doch über Diako TV, dessen absolut eintönige Live-Übertragung aus der Krankenhauskapelle eine wohltuend eventfreie Alternative zur totalen Verblödung bot. (Wobei die Kulisse durchaus Aktionspotential für Flitzer böte.)

Diako-TV: „‚Gott war nicht im Sturm und nicht im Erdbeben und nicht im Feuer, sondern Gott war gegenwärtig im sanften, leisen Säuseln“ (vgl. 1 Kg 19,11).

„‚Gott war nicht bei RTL und nicht beim MDR, sondern Gott war gegenwärtig im sanften, leisen Säuseln von Diako-TV“ (1 Kg 19,11).

Die Betreuung im Diako war ohne Ausnahme sehr nett. Und die Männer vom Malteser sind meine Helden! Vielen Dank an alle, die sich um mich gekümmert haben!

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25 Kommentare zu Urlaub im Diako Inn: Cocktails, Gnotschi und Bibel TV

  1. uzayda sagt:

    Alles gut bei Dir?

  2. rappel sagt:

    Ich weiß zwar nichts Konkretes, wünsche aber trotzdem gute Besserung! :-)

    • Muyserin sagt:

      Danke! Ganz ehrlich: ich weiß auch nichts Konkretes. Das Krankenhaus wusste auch nichts Konkretes. Ist wohl eher ein erkenntnistheoretisches Problem. ;)

  3. Martin sagt:

    da hört doch alles auf: ‚Bumi‘ mit einem ‚m‘. Ich rufe im Diako an.

    ansonsten alles Gute Dir. Martin

    • Muyserin sagt:

      Wieso? Es ist doch die Abkürzung für Buttermilch. Wo soll denn da ein zweites „m“ her- oder hinkommen?

      • Martin sagt:

        Du wirst Recht haben – Buttermilch.

        meine Gedanken gingen sofort zu Kindergerichten, die sehr wohl ‚Bummi‘ im Namen tragen können. Du kennst Bummi?

  4. Lydia sagt:

    Auch von mir die herzlichsten Besserungswünsche! Als ich die Überschrift las, wähnte ich Dich schon auf dem Balkan – Diako klingt irgendwie serbokroatisch ;-)

    Was ist das bloß, was da über dem Altar hängt? Ich kann’s beim besten Willen nicht erkennen – auch nicht bei vergrößertem Bild.

    Das Blöde bei Sprachen mit Lateinschrift ist, dass man ein Wort nicht einfach anders transkribieren kann, um der Sprache nicht Mächtigen die Aussprache zu erleichtern. Wenn man „Njokki“ schriebe, würd ja jeder denken, das wär was Japanisches. Andererseits – wie soll jemand, der nie die italienischen Ausspracheregeln gelernt hat, wissen wie man „Gnocchi“ ausspricht. Aber klar, bei „Gnotschi“ vergeht mir auch sofort der Appetit. Warum sagt man nicht in Deutschland einfach Nöckchen?

    • stefanolix sagt:

      Es handelt sich hierbei um zwei unterschiedliche Beilagen. Das hört man doch aber auch: Gnotschi sind einfach verkochte Njokki ;-)

      • Muyserin sagt:

        Und sind die Gnocchi erstmal Gnotschi, gibt’s Knatsch! :)

      • Lydia sagt:

        Hätt ich jetzt wirklich draufkommen können – die matschige Konsistenz drängt sich da ja geradezu in die Gehörgänge ;-)

        In meiner Heimat allerdings ist „Gnotsche“ (Knotschen) ein pejorativer Ausdruck für „(dreckige) Hände“.

    • Muyserin sagt:

      Wenn es auf dem Balkan wäre, müsste es „Djako“ heißen, wie Djuvetsch-Reis! ;)

      Über dem Altar ist ein Wandbild, das um einen Tisch versammelte Menschen zeigt, lt. Wikipedia „Das Heilige Mahl“ von Paul Sinkwitz aus Anfang der 60er Jahre.

      Natürlich ist es immer wieder lustig, wenn die Leute hierzulande „Gnotschi“, „Tschianti“ und „Zutschini“ sagen. – Andererseits: im selben Atemzug konstatierte die Schwester hochkomplexe graeco-lateinische Diagnosen, von denen ich nicht wusste, was sie bedeuten.

      Wie Du denke ich auch oft, dass man den Leuten nur klar machen müsste, dass Gnocchi in Südtirol Nocken oder Nockern heißen, dann fiele ihnen die Aussprache viel leichter.

      • Lydia sagt:

        Da hast Du vollkommen recht mit dem Djako – Diako wäre natürlich die urslavische Form :-)

        Was mich immer wieder wundert: Warum sind eigentlich Grießnockerl so groß im Vergleich zu Gnocchi? Wie groß müsste da eine ausgewachsene Grießnocke sein? Und wie klein Gnocchini?

  5. stefanolix sagt:

    Kläre uns bitte auf: Was verbirgt sich hinter »Fruchtcreme Diab.«? Diabolo? Diabelli?

    Mir ist mindestens ein Fall bekannt, in dem dieser Ort Glück gebracht hat. Ich kann allerdings nicht sagen, ob es damals schon Diakonissen-TV gegeben hat.

  6. Patrick sagt:

    Auch nicht schlimmer als der deutsche Zugbegleiter, der Anschlüsse nach „Tschiasso“ verkündet. Flitzen macht ausserdem keinen Spass, wenn man nichtmal sicher sein kann, dass überhaupt jemand zusieht…

  7. thg sagt:

    Ich amüsiere mich köstlich über die Kommentare! (Weniger jedoch über den Anlass – alles Gute!)

    Bei der „Bummi-Aufklärung“ kann ich übrigens helfen: http://youtu.be/0HoCyISd1ZU (Süß ist übrigens die liebevolle Umsetzung mit Bärchen-Fagott und Flötentirili!)

    Auch ich bin noch in der Generation, die in den vollen Genuss von Bummi kam. Kinderbücher, Plüschtier, Lieder, Zeitschrift… Bummi, Held der DDR-Kindergartenkinder, war immer dabei!

    • Muyserin sagt:

      Wieder so eine Bildungs-„lücke“ – vielleicht lerne ich im kommenden Jahr hinzu, was DDR-Kinderliteratur betrifft – das Zauberwort heißt Krippe. :)

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