Parmigiana di Melanzane (Auberginenauflauf)

In fremden Küchen zu kochen, ist immer ein Abenteuer, umso mehr in einer Küche, die eben frisch bezogen wurde und deren Ausstattung sich hartnäckig in diversen Umzugskisten versteckt. Aber alles wird wett gemacht durch diesen Gasherd, der mein Herz höher schlagen läßt …

Da sich im Haushalt eine Riesen-Auflaufform fand, beschloss ich, Parmigiana di Melanzane zu machen, ein Rezept von Aunty Glamourous, das ich viele Jahre vergessen hatte und das mir mit all seinen herrlichen Aromen plötzlich wieder einfiel.

Obwohl die Zutaten ganz unspektakulär sind, ist das Rezept aufwändig in der Zubereitung, und es dauert ziemlich lange. Ich würde ca. eine bis anderthalb Stunden einplanen – aber es lohnt sich absolut.

Für vier Personen drei große Auberginen in Scheiben von ca. einem halben Zentimeter Dicke schneiden. Diese salzen und in eine Schüssel schichten, die mit einem Stapel Teller beschwert wird. (In vielen Rezepten heißt es, man müsse dies bereits am Vortag machen; ich wartete nur eine knappe Stunde und fand, es war auch o.k.). Anschließend die Auberginen in einem Sieb waschen, auf eine doppelte Lage Küchenkrepp legen und mit einer weiteren Schicht Küchenkrepp bedecken. Dann leicht ausdrücken. So oft mit frischem Krepp wiederholen, bis alle Auberginenscheiben trocken sind.

In ein (besser noch zwei) Pfannen einen guten Schuss Olivenöl erhitzen und die Auberginen darin von beiden Seiten bei mittlerer Hitze braun anbraten. Nach dem Wenden erneut Olivenöl zugeben. (Die Auberginen saugen das Olivenöl auf wie ein Schwamm, aber es ist sinnlos, hier Maß halten zu wollen. Am besten redet man sich ein, es sei alles Teil der wunderbaren Mittelmeerdiät.)

Anschließend eine Auflaufform damit auslegen:

In Olivenöl gebratene Auberginen.

In Olivenöl gebratene Auberginen.

Die Auberginen mit reichlich Tomatensauce oder passierten Tomaten bedecken (ca. einem Liter oder zwei bis drei handelsüblichen Dosen), die man nach Belieben mit sehr viel frischem, gehackten Basilikum oder Petersilie würzen kann. (Die Soße sollte recht dickflüssig sein, weil sonst der Auflauf auseinander fließt.)

– Nach zwei Tagen mit Mahlzeiten, die mit Rücksicht auf das Kindchen milde gewürzt waren, war mir nach etwas Pep, weswegen ich noch zwei rohe, klein gehackte Knoblauchzehen darüber gab:

Tomatensauce mit Knoblauch.

Tomatensauce mit Knoblauch.

Anschließen alles mit reichlich klein geschnittenem Mozzarella abdecken. Wer mag, kann obenauf noch eine Schicht geriebenen Parmesankäse streuen sowie pfeffern:

Mozzarella und Parmigiano.

Mozzarella und Parmigiano.

Für eine gute halbe Stunde bei ca. 200 °C in den Ofen, bis der Käse schön gebräunt ist.

Parmigiana al forno.

Parmigiana al forno.

Vorzüglich passen dazu gebratene Polenta-Schnitten:

Gebratene Polentaschnitten.

Gebratene Polentaschnitten.

Das Ganze ist so köstlich, dass ich die „m“-Taste dauerhaft gedrückt halten müsste, um es nur annähernd zu beschreiben  …

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