Kubanka statt Burka: Stilvoll durch den Winter dank Mme Marceau

Erledigungen. Gestern ging ich die große Neustadtrunde: Königsbrücker, Bautzner, Rothenburger, Louisen-, Kamenzer, Prießnitzstraße und Bischofsweg. Der Alaunpark lag da in expressionistischem Rosa und Blau, ganz wie auf Ludwig Kirchners Davos-Gemälden. Mehrmals konnte ich nicht einem kindlichen Impuls widerstehen, die unberührten Berge von Pulverschnee aufzustieben und mich am Rieseln zu erfreuen.

In Ermangelung einer Burka bewährt sich nun das Modell Kubanka (äußerst apart vorgemacht von Sophie Marceau in der Rolle der Anna Karenina).

PS Die Aktrice ist auch Gegenstand meiner heute im Dresdner Veranstaltungsmagazin PluSZ erschienenen Restaurantkritik [Klick für Download].

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4 Kommentare zu Kubanka statt Burka: Stilvoll durch den Winter dank Mme Marceau

  1. Lydia sagt:

    Unter Kubanka hab ich bisher immer das russische Wort für Kubanerin verstanden. Wieder was gelernt. Allerdings würde mich stören, dass die Ohren gar nicht bedeckt sind. Da bin ich empfindlich. Also doch lieber so ein Kaschmir-Tschador …

    Aber diese Anna-Karenina-Seite ist total klasse! Da muss ich mal stöbern, wenn ich wieder Zeit hab. Und irgendwann muss ich das wohl doch noch mal lesen …

    Ach ja, und ich liebe Restaurantkritiken!

  2. Muyserin sagt:

    Ich musste da auch lang recherchieren, wie man diese Mützen nennt. Es ist nämlich keine Uschanka oder Tschapka, auch keine Telogreika. Und ebensowenig eine Karakul oder Astrachan (was Dich besonders interessieren dürfte.). Übrigens, keine Ahnung, ob hier jeweils der Genus stimmt.

    Ich habe AK auch noch nicht gelesen, möchte es aber unbedingt! :) Gestern kam die ersteigerte Judenbuche, eine schöne Reclam-Ausgabe von 1957.

    Für meine Restaurantkritiken überlege ich mir noch einen gebündelten Ablageort im Netz … aber erst 2011. :)

    • Lydia sagt:

      Das hab ich alles überhaupt noch nie gehört. Ich kannte nur Schapka, Schljapa und Keptschonka. Alles feminin. Völlig indogermanisch und wie im Lateinischen: Die a-Deklination ist feminin, die o-Deklination maskulin oder neutrum. Wobei die o-Stämme im Nominativ auf Konsonant enden, da das unbetonte -u erst reduziert wurde und dann ganz wegfiel (Havlik’sche Regel).

      Freu mich schon auf das Restaurantkritik-Bündel!

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