Das ist die Krönung! 24 Geschenke-Tipps

„LONG LIVE THE QUEEN“. Foto: JMK.

„LONG LIVE THE QUEEN“. Foto: JMK.

Seit gestern bin ich stolze, nein: über die Maßen stolze Besitzerin eines Bleistiftes. Nichts besonderes, mag man in Zeiten der allgegenwärtigen IKEA-Stummel denken. Tatsächlich ist mein Bleistift als Gebrauchsgegenstand wertlos, denn er hat keine Spitze, und daran wird sich auch nichts ändern. In seinem jungfräulichen Zustand hat der Griffel seit 1953 überlebt: als eines der Souvenirs anlässlich der Krönung Königin Elisabeths der Zweiten. „LONG LIVE THE QUEEN“, steht in emphatischen Großbuchstaben auf dem Bleistift, der durch seine zeitlos schöne Gestaltung in den Farben des Union Jacks sowie goldene Kanten und Krönchen gefällt.

In der Tat regiert die Königin genau so lange, wie es diesen Bleistift gibt. Ihn nach mehr als einem halben Jahrhundert anzuspitzen, käme mir ein wenig wie Voodoo-Zauber vor – ich möchte nicht diejenige sein, die vom Holzstock, aus dem das Leben der rüstigen Regentin geschnitzt ist, die Späne abzuhobeln beginnt.

„Queen Elizabeth II – June 1953“. Foto: JMK.

„Queen Elizabeth II – June 1953“. Foto: JMK.

Dass der ideelle Wert eines Gegenstandes seinen materiellen um ein Vielfaches übertreffen kann, lässt sich an solchen Paraphernalia besonders gut ablesen. Überdies ist der Bleistift ein Beweis, dass die kleinsten Dinge die größte Freude auszulösen vermögen.

Als mich daher kürzlich Miss Hoppert vom England, England fragte, ob ich nicht Lust hätte, aus den vielen Dingen, die sie in ihrem Laden feilhält, einen Geschenke-Guide zusammenzustellen, zögerte ich nicht lange. Entstanden ist daraus ein Adventskalender.

Im Lauf der nächsten 24 Tage werden wir auf England, England jeden Tag eine Geschenkidee vorstellen. Bei der Auswahl habe ich versucht, etwas Passendes für Kinder und Großeltern, für die beste Freundin genauso wie den Liebsten in den Fokus zu rücken. Ich hoffe, für alle passende Vorschläge gefunden zu haben, die keine königlich gefüllte Privatschatulle erfordern.

Der Bleistift war übrigens ein Geschenk Miss Hopperts. In den Regalen zwischen den angebotenen Spezialitäten gibt es immer wieder solche besonderen, unverkäuflichen Kleinigkeiten zu entdecken, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Wer sucht, der findet – wie jener Gast, der neulich einen Teller von der Wand nahm und Miss Hoppert mehrere hundert Euro dafür bot. Sie selbst hatte auf einem englischen Flohmarkt nur ein paar Pfund dafür berappt.

In den vergangenen Tagen hat Miss Hoppert den Tearoom festlich herausgeputzt. Wer also bei frisch gebackenem Kuchen und duftenden Tees ein wenig Ruhe sucht, schlägt hier zwei Fliegen mit einer Klappe. Einen Grund vorbeizuschauen gibt es immer …

PS Aufgrund technischer Schwierigkeiten auf der Website von England, England habe ich mit der Veröffentlichung diese Beitrages noch etwas gewartet. Ich drücke die Daumen, dass sich die Probleme im Lauf des Tages beheben lassen.
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