Betrunkener oder Narr? Nächtliche Begegnung in Rottweil

Nächtliche Rottweiler Hauptstraße.

Nächtliche Rottweiler Hauptstraße.

Am Abend vor unserer Abreise, kurz vor ein Uhr nachts: eine scheinbar menschenleere Hauptstraße. Es war ein Moment der beruhigten Abschiednahme: hoch zum Schwarzen Tor zu blicken, hinab Richtung Viadukt, und zu wissen: was jetzt so still daliegt, wird schon Anfang März zur Kulisse des bunten Fasnetstreibens.

Vielleicht ein Vorbote der Narretei: der einzige Mensch im Bild. Er war so betrunken, dass er wie in einem schlechten Sketch in Schlangenlinien auf uns zu torkelte. Erst als er direkt vor uns stand, sah er auf, blickte erstaunt das Hindernis in Form von J. an und fragte: „Bernd?“. Die Absurdität des Augenblicks wurde für uns dadurch gesteigert, dass dies der Name meines Vaters ist. – Ich fragte ihn: „Moinet Se, Se schaffet’s no hoim? Hend Se ’s no weit?“ Er antwortete lachend: „Weit nemme, schaffa älleweil!“

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