Zweierlei Quitten-Ratafia

Ratafia-Grundrezept.

Ratafia-Grundrezept.

Wäre dies kein Rezept, sondern ein Film, hätten ihn die Coen-Brüder gedreht. Da aber ich Regie führe, bleibt es bei einem Rezept namens „Ratafia“. Die Zubereitung bedient sich indes derselben kruden Methoden, wie die wohl berühmteste Szene aus Fargo: Schale, Frucht und Kerngehäuse der Quitten werden in der Küchenmaschine gehäckselt, über reichlich Zucker geschichtet und mit einer Flasche Alkohol übergossen. Dementsprechend schnell war alles zubereitet (auch dank der Hilfe eines jungen Fräuleins, das gerade zu Besuch weilt.)

Ich hatte mir zwei Ratafia-Varianten ausgedacht:

  • Quitte, brauner Zucker, Zimtstangen und frischer Ingwer sowie Weinbrand für einen warmen, würzigen Geschmack
  • Quitte, Vanilleschoten und Wodka für eine klare, frische Note.

Das Ganze darf nun ein paar Wochen ruhen …

Zweierlei Ratafia.

Zweierlei Ratafia.

Comments

comments

Dieser Beitrag wurde unter Soma & Aroma abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Füge den Permalink den Lesezeichen hinzu.

9 Antworten auf Zweierlei Quitten-Ratafia

  1. cs sagt:

    Der geschaerfte Blick verraet – da handelt es sich um Behaelter aus einem skandinavischen Moebelhaus.

    • Muyserin sagt:

      Ja, ich glaube, das hieß „Dänisches Bettenlager“ oder so. Leider sind die Deckel der Behälter nicht dicht. Ich muss die Ratafia also entweder umfüllen oder mit Panzertape umwickeln.

      • Martin sagt:

        warum sollten die Gefäße dicht sein? hast Du schlussendlich duck tape genommen? Was passierte?

        Das Mädchen mit dem Quittenherzen hat noch zu tun dies Jahr.

        • Muyserin sagt:

          Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung (die Worte „aerob“ und „anaerob“ drängen aus längst vergessenen Chemie-Stunden an die Oberfläche), aber ich habe die Befürchtung, dass das Obst unter Lufteinwirkung zu schimmeln anfängt. Und schütteln läßt sich die Mischung auch nicht, solange die Gläser nicht dicht sind. Daher habe ich sie tatsächlich mit Panzertape umwickelt und geschüttelt. Es war natürlich keinesfalls dicht und eine sehr klebrige Angelegenheit.

          I’ll keep you posted.

  2. Pingback: Vom Holunder (viele Rezepte und ein kleines Wunder) | Journal ohne Ismus

  3. Marie sagt:

    Na sieh mal einer an: da habe ich gerade einige Gläser mit Quitten-Kürbis-Chutney gefüllt, sinke erschöpft und bekleckert aufs Sofa und dachte ich stöbere mal in Deinem blog, da entdecke ich auf den Tag genau zwei Jahre nachdem Du Dein Ratafia angesetzt hast, Deine Quittenmanie! Vor Wochen haben wir eine Menge Quitten geschenkt bekommen und wir haben immernoch welche. Inzwischen finden wir den Duft auch gar nicht mehr so herrlich. Aber Ratafia ist so eine Idee…

    • Liebe Marie, ich freue mich, dass unsere Bekanntschaft sich vom “Real Life” nun auch aufs Blog erstreckt.

      Woher stammen denn Deine Quitten, auch aus Dresden?

      Ich war von der Ratafia etwas enttäuscht; hatte sie mir fruchtiger und weicher vorgestellt, in etwa wie Lemoncino. Das Ergebnis war mir zu hart.

  4. Marie sagt:

    Am meisten freue ich mich über den real-life-Kontakt!
    Meine Quitten stammen aus dem Garten meiner Mutter, aus Thüringen. Wir haben inzwischen Cognac-Quitten gemacht, die müssen aber noch ein paar Wochen ziehen, bevor wir sie beurteilen können.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>