Frauenfußball & Populärkultur

Ganz viel Dusel war neulich dabei, als ich in meinem RSS-Feed einen Beitrag entdeckte, in dem der Blechkopp Karten für ein Fußballspiel verschenkte. Einzige Bedingung: man müsse nur kommentieren. Ich gebe zu, die Mannschaften waren mir zunächst einmal egal; aber als Wahldresdnerin wollte ich doch endlich mal das neue Stadion von innen sehen. Also mit klopfendem Herzen und zittriger Maushand Blechkopps Seite angesteuert, und Tatsache, da hatte noch niemand kommentiert. Endlich, endlich konnte auch ich einmal die berühmteste Reviermarkierungspraxis des Internets praktizieren und mit einem „FIRST!“ das BlechBlog verbal besprengseln.

Nun geht es also morgen mit einer lieben Freundin, die zum Glück selber kickt, zur U-20-Frauen-WM. Zwei Spiele stehen zur Auswahl:

  • 15 Uhr: Ghana gegen Südkorea
  • 18 Uhr: USA gegen Schweiz

Ich wüsste gerne, welche der beiden Begegnungen nach Meinung von Leuten, die sich mit so etwas auskennen, die interessantere zu werden verspricht. Leider habe ich da wirklich keine Ahnung.

Erfreulicherweise bin ich auf zwei Blogs gestoßen, in denen Frauen, die sich ausgezeichnet im Frauenfußball auskennen, aus dem Nähkästchen plaudern (Geddit? Frauenfußball/Nähkästchen … Ja, in Dresden werden alte Stereotypen in Sachen Frauenfußball noch gepflegt: siehe auch das offizielle Plakat der Stadt hierzu, das Alexander Keuk auf mehrLicht sehr treffend mit den Worten kritisierte: „Eine OB in Strapsen, ja, das verbitten sie sich, aber sexistische Werbung made by Stadt Dresden ist derzeit überall zu bewundern“).

Doch zurück zu den Frauenfußball-Blogs.  Es handelt sich um

Von den Nerds der IT Crowd habe ich gelernt, dass man aber auch mit null Peilung im Fußballstadion Überlebenschancen hat, wenn man sich an die Grundsätze des Bluffballs hält (dort auch weiterführende Tipps, die es mal auf deutsche Verhältnisse zu übertragen gälte):

  1. Du musst immer klingen, als seist Du Dir Deiner Sache zu 100% sicher.
  2. Du musst immer wütend klingen
  3. Du musst immer vollkommen empört reagieren, wenn Dir jemand widerspricht.

Leider lassen sich die wunderbaren Beispiele für britischen Humor nicht einbetten, daher hier nur als Links:

Ich freue mich auf morgen; wie es war, wird in Kürze sicherlich hier zu lesen sein.

Bluffball, dort auch weiterführende Tipps,
die es mal auf deutsche Verhältnisse zu übertragen gälte
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4 Kommentare zu Frauenfußball & Populärkultur

  1. torsten sagt:

    Interessanterweise haben beide Blogs keine Kommentarmöglichkeiten. Ich weiß nicht, wie das bei „Männerfußball“-Blogs ist – falls es sowas gibt – aber ich unterstelle mal, dass hier aus Angst vor blöden Kommentaren auf dieses für Blogs so typische Interaktionselement verzichtet wurde.
    Der Begriff des Frauenfußballs bringt mich gerade zur Frage, warum wir eigentlich nicht alle zusammen Fußball spielen. Also, im Alaunpark scheint es ja noch zu gehen, aber schon in der Dorfklasse scheinen körperliche Konstitutionen eine Mischung zu verhindern. Hat das was mit Sexismus zu tun? Mmmm….

  2. stefanolix sagt:

    Und wie war es denn nun beim Frauenfußball?

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