„Du sollst mein Glücksstern sein“: Leinwand-Glamour von Dazumal

Filmkritik

Wer bei der Überschrift an Madonnas „Lucky Star“ dachte, liegt leider daneben: „Du sollst mein Glücksstern sein“ war der Titel, unter dem das Musical Singin‘ in the Rain in Deutschland populär wurde. Die eigentliche titelgebende Sequenz mit dem verliebt durch den Regen tanzenden Gene Kelly ist einer der berühmtesten Momente der Filmgeschichte. Dass aber auch der Rest des Films höchst vergnüglich ist, wurde mir gestern Abend bewusst, als es galt, aus einer nicht gerade üppig bestückten Hausbibliothek eine DVD auszuwählen, die sechs Zuschauer im Alter von 14 bis 72 gleichermaßen ansprechen sollte. Und es hat funktioniert!

Situationskomik wechselte ab mit Wortspielen, Slapstick mit Erotik, Kitsch mit Poesie. Obwohl Musicals nicht gerade zu meiner bevorzugten Gattung zählen, sind es die immer wieder eingestreuten Gesangs- oder Tanzeinlagen, die die Story über den Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm über sich hinauswachsen lassen.

Angesichts des ein halbes Jahrhundert überdauernden Appeals Gene Kellys, dessen Aussehen, Eleganz und humorvolle Art kein bisschen angestaubt wirken, nehme ich mir vor, meine Vorurteile gegenüber vermeintlich „alten Schinken“ öfter zu überwinden.

Unter den zahlreichen Hommagen und Parodien auf  Singin‘ in the Rain gefiel mir die VW-Werbung aus dem Jahr 2005 besonders gut. Ich glaube, Gene Kelly hätte sie begeistert.

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