Matrimonio in Italia …

Die gute Nachricht: wir haben für den Sommer eine Einladung zu einer Hochzeit. In Italien. In einer Palladio-Villa. Meraviglioso!

Die schlechte: Mein Italienisch-Unterricht an der Uni liegt über ein Jahrzehnt zurück. Und da wir an die Hochzeit noch ein paar Tage Urlaub anhängen wollen, möchte ich bis dahin gerne meine Sprachkenntnisse auffrischen. Nun überlege ich, wie ich das unter den derzeitigen Gegebenheiten am effektivsten bewerkstellige. Ein tagtäglicher Abreißkalender? Eine CD? Ein Buch? Über Vorschläge würde ich mich freuen …

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Müllhalde Arbeitszimmer

Ganz hormongeschwängerter Muttervogel, überkam mich während der Schwangerschaft der Nestbautrieb und damit die Anwandlung, das „Büro“ (vulgo: Arbeitszimmer) auszumisten. Irgendwann ging mir die Puste aus. So sind wir beim Zwischenstadium Misthaufen angelangt. Und während der Rest der Wohnung in den letzten Monaten durchaus die eine oder andere Verschönerung erfuhr, erschlägt mich der Riesenhaufen an ungeordneten Aktenbergen und To-Do-Stapeln jeden Tag aufs Neue. Leider ist die Gefahr groß, sich zu verzetteln, wenn man an einer Ecke beginnt … Dennoch: ich WILL, dass es damit ein Ende hat!!! Internet, schimpf’ mit mir! (Oder noch besser, motiviere mich!)

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Kinderbuchklassiker: Madeline von Ludwig Bemelmans

In an old house in Paris that was covered with vines
lived twelve little girls in two straight lines.
In two straight lines they broke their bread
and brushed their teeth and went to bed.
They smiled at the good and frowned at the bad
and sometimes they were very sad.
They left the house at half past nine
in two straight lines in rain or shine
— the smallest one was Madeline.

Was man beim Surfen eben an netten Entdeckungen macht. Vom Kinderbuch Madeline (1939) hatte ich bis eben noch nie gehört. Nun haben es mir nicht nur die lakonischen, leicht absurden Nonsense-Verse (siehe oben) angetan, sondern auch die eigenhändigen Illustrationen des Autors Ludwig Bemelmans, die mich ein wenig an Sempés Kleinen Nick erinnern (und auf deren Abbildung ich aus urheberrechtlichen Gründen leider verzichte). Noch mehr Madeline-Illustrationen findet man im Blog I Heart Picture Books. Anders als Sempés Kleiner Nick wurde das Buch hierzulande überhaupt nicht publiziert, warum auch immer.

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Eine Ahnung

Ein warmes Bündel, das mit seinen sechs Kilo Lebendgewicht an meiner Brust zusammensackt und dort in Schlaf verfällt, vermittelt mir die schönste Ahnung eines Gefühls, das uns Erwachsenen abhanden gekommen ist: Urvertrauen.

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Old School Networking: Freundschaftsanfragen auf Facebook

In den vergangenen Tagen erreichten mich mal wieder einige Facebook-Freundschaftsanfragen von Leuten, die ich nicht persönlich kenne. Das ist mir aber wichtig, warum auch immer … Ausnahmen mache ich z. B. bei anderen Bloggern, mit denen ich in aktivem Austausch stehe, aber unter meinen derzeit 107 „Freunden“ (schon die Anführungszeichen bei Verwendung dieses Wortes in diesem Kontext brandmarken mich wohl als old school) meine ich doch, den meisten schon einmal begegnet zu sein. Vielleicht hänge ich die Angelegenheit zu hoch, vielleicht vergebe ich mir dadurch eine Besserplatzierung im Little Miss Popular Contest, aber ich mag da nicht über meinen Schatten springen. Zumal, wenn die Anfragen völlig Fremder noch nicht einmal von einem erläuternden Sätzchen à la „Ich würde Dir gerne folgen, weil …“ begleitet werden.

Und falls unter denen, die das jetzt lesen, auch jene sein sollten, die sich ertappt fühlen: wirklich nichts für ungut. Ich finde Euch weder blöd noch nett, mir fehlt einfach die Beziehung zu dieser Art von Networking.

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Semperopernball live oder: Traumberuf People-Expertin

Erst die Royal Wedding, jetzt der Semperopernball … es scheint, dass das DRadio Wissen immer dann bei mir anruft, wenn Frauke Ludowig oder Sybille Weischenberg nicht zur Verfügung stehen.

Also: was ich zum Thema Mode beim Semperopernball zu sagen wusste (viel Zeit war dafür nicht), lässt sich im Beitrag „Eine der ersten Discos der Gesellschaft“ im Rahmen der Sendung Redaktionskonferenz nachhören.

Auf den Schreck des Live-Phone-Ins erst einmal Aram Chatschaturjans wunderbaren Masquerade-Walzer …


Ansonsten freu’ ich mich schon auf die einschlägigen Klickstrecken morgen in den Lokalmedien! ;)

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Berlin Calling

Nachdem wir jahrelang auf Fernsehempfang verzichtet haben (und uns dank amerikanischer und britischer TV-Serien auch nicht langweilig wurde), haben wir seit einigen Wochen wieder TV-Empfang. Für mich ganz gut, weil ich dann während des Stillens kurz mal in die Nachrichten reinzappen kann.

Neulich, in einer nachtaktiven Phase, landete ich zufällig bei einem Film, den ich im Kino leider verpasst hatte:

Berlin Calling erzählt vom nicht alltäglichen Alltag eines Techno-DJs, der in der Psychiatrie landet. Sehenswert vor allem wegen Paul Kalkbrenner – der DJ spielt den Protagonisten Ickarus mit Witz, Gefühl und Glaubwürdigkeit:

Der Soundtrack zu Berlin Calling* stammt ebenfalls von Kalkbrenner und fällt eher clubbig-loungig als hardcore-technomäßig aus. Gefällt mir ziemlich gut. Passt zum nächtlichen Bloggen …

Der große Hit war ja „Sky and Sand“ (der in meinen Ohren wie ein Track von Ulrich Schnauss anfängt und dann wie ein Remix von Charles Webster weitergeht):

Sky and Sand feat. Fritz Kalkbrenner

Mein Lieblingssong auf dem Album ist der letzte, „Gebrünn Gebrünn“ – passt super beim nächtlichen Bloggen.

Gebruenn Gebruenn

Und damit guten Morgen!

*Affiliate-Link zu amazon.de
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Selbstgenügsamkeit

Ungeachtet aller Sorgen und Nöte, die mir mal unüberwindbar, dann wieder lächerlich erscheinen wollen, ist mein Leben zur Zeit wunderschön. Dieses Gefühl begleitet mich durch den Tag und auch durch die Nacht; mit einem Blick auf meinen Sohn kann ich es mir jederzeit vergegenwärtigen. Er ist wie eine kleine Glücksdroge, nur ein Lächeln von ihm genügt, und schon wird mir warm ums Herz.

*

Ich hatte Schiss vor diesen ersten Monaten, die typischen Ängste der jahrelang Kinderlosen, die diesen Umstand betrauern mögen, sich aber mit ihrem Lebensstil auch ganz gut darin einrichten. Am meisten Schiss hatte ich vor dem Schlafmangel, danach vor der Einbuße von Online-Zeit, wie sie mir von anderen Müttern mit einem beinahe hämischen Unterton in Aussicht gestellt wurde, wenn ich ihnen von meinem Blog oder irgendeiner Sache im Internet erzählte. Well, I hate to break it to you, bitches, aber bis jetzt sind wir von Horrornächten und dem Zustand totaler intellektueller Unterversorgung verschont geblieben. Das Kind ist meistens ausgeglichen und friedlich (das hat er definitiv nicht von mir); vorgestern schlief er zum ersten Mal komplett durch.

*

Wenn ich wollte, könnte ich bloggen, bis die Schwarte kracht: Zeit dazu ließe sich bei den vielen Schläfchen immer finden. Außerdem kommt seit der Geburt einmal wöchentlich eine Putzfrau, was die Lebensqualität immens steigert und meine Empfehlung Nummer Eins an alle jungen Eltern darstellt, die angesichts der neuen Situation überfordert sind.

Ich habe aber selten Lust zu bloggen, weil selbst ich alte attention whore (die wir Blogger ja nun mal per definitionem sind) begreife, dass mein derzeitiger Alltag sich in Momente teilt, die außer mir keine Sau interessieren, und solche, die zwar leidlich gute Bloganekdoten abgäben, die aber nur mir, meinem Kind und seinem Vater gehören.

Womit auch die Fiktion entlarvt wäre, bei einem Blog handle es sich um so etwas wie ein Tagebuch. Ich muss gestehen, dass mir manchmal selbst nicht mehr so recht einfallen will, warum ich täglich bloggen sollte, warum ich überhaupt blogge. Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich mir zur Zeit selbst genug bin.

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Mit Frank Miller durch die Nacht

Eben mit Pyjama, Gartenschuhen und Männerparka zum Späti (Malzbier für MuMi!). So richtig weiß man erst, dass man scheiße aussieht, wenn einen sogar die Punks schräg ansehen.

Die Nacht da draußen fühlt sich an wie ein Frank-Miller-Storyboard.

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Kumara Abhyanga

Gestern fand zum ersten Mal der Babymassagekurs statt. Mir hat es gefallen und dem Bubele auch  – zumindest ließen seine Flatulenzen auf einen gewissen Grad der Entspannung schließen. Immerhin hat er nicht wie sein Buddy L. als erstes seiner Mutter in den Schoß geschissen.

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