Stichwortbloggen

Man hört ja oft, Eltern zu werden, stelle das alte Leben auf den Kopf. In meinem Fall besteht die größte Veränderung darin, dass ich nur noch wenig Zeit für Social Media habe. Ich lese kaum noch Feeds, ich blogge nur noch sporadisch. Vor allem Letzteres – so unwichtig es sein mag — vermisse ich doch. Zu erzählen gäbe es mancherlei, aber ich bin oft zu müde oder finde keine Zeit. Aber bevor das Verbrecherfoto (so nennt man doch Aufnahmen, die ein Verbrechen sind?) noch weitere zwei Wochen meine Frontpage verschandelt, folgen ein paar

Dinge, die passiert sind:

  • Letzte Woche machte ich einen Ausflug in den Dresdner Südosten, über den ich immer noch zu gerne schreiben würde.
  • Eine Woche darauf ging es in die andere Richtung, nach Nordosten, und auch darüber gäbe es eine Menge zu sagen (und eigentlich nur Gutes!).
  • Zur Zeit ist mein Vater zu Besuch, und heute Abend entdeckten wir beim gemeinsamen Kartoffelschälen entdeckten wir, dass wir seit Monaten derselben Leidenschaft frönen, ohne dass der jeweils Andere etwas davon wusste.

Das wär’s! Schönen Feiertag allerseits.

 

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Besuch im Dresdner Zoo: Von Affen, Tiger Moms und dem Säugetier Mensch

Kaum zu glauben, aber am Sonntag ist das Bubele ein halbes Jahr alt geworden! Allerhöchste Zeit, den Gutschein für die Jahreskarte des Dresdner Zoos einzulösen, die wir zur Geburt geschenkt bekommen hatten. Et voilà, jetzt bin auch ich eine Tiger Mom:

Auch geeignet, um als Schreckgespenst in der Geisterbahn anzuheuern: Jahreskarte des Dresdner Zoos.

Auch geeignet, um als Schreckgespenst in der Geisterbahn anzuheuern: Jahreskarte des Dresdner Zoos.

Begleitet wurde ich von zwei weiteren Frauen mit Babies im selben Alter wie dem Bubele. Leider konnten wir nirgends einen Stillraum entdecken, und im Freien war es doch einigermaßen frisch, um leichtfertig sekundäre Geschlechtsmerkmale zu exponieren. Aber unterschätze mir niemand die hohe Improvisationskunst von Müttern, wenn sich zu ihr eine niedrige Schamgrenze gesellt: kurzerhand schlugen wir unser base camp vor einem Gehege im Professor-Brandes-Haus auf. Denn erstens ist es nur fair, auch mal den Affen eine Show zu bieten. Und zweitens geht man ja auch deswegen in den Zoo, um natürliches Verhalten zu studieren. Und was könnte natürlicher sein, als zu stillen?

Mammals and Mammaries (läßt sich auf Deutsch leider nicht annähernd so hübsch ausdücken).

Mammals and Mammaries (läßt sich auf Deutsch leider nicht annähernd so hübsch ausdücken).

Ich habe mir neulich einmal überlegt, dass fast nichts an unserer heutigen Lebensweise an jene der Urmenschen erinnern dürfte. Induktionsherde statt Feuerstellen, Wasserbetten statt Höhlen, Sex Toys statt … (*räusper* — vielleicht war man auch damals schon erfinderisch)? Wie dem auch sei: wie wir kochen, wie wir schlafen, sogar wie wir uns paaren, hat doch oft mit jeder Menge zivilisatorischem Hightech zu tun. Nur das Stillen läuft so ab, wie eh und je. Und das ist mindestens einer der Gründe, warum ich das Stillen cool finde.

Ich hoffe auf viele schöne Zoobesuche im Laufe des nächsten Jahres. Häppchenweise macht es doch am meisten Spaß, alles zu erkunden.

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4. Neustädter Haus- und Hofflohmarkt: Männer mit Muße

Am Samstag fand in der Neustadt der vierte Haus- und Hofflohmarkt statt (über die vorigen schrieb ich bereits hier). Ich hatte mich nicht über die Anfangszeit informiert und rechnete schon damit, nur noch Reste vorzufinden, als ich um 13 Uhr das Haus verließ. Doch manchmal kommt mir meine Verpeiltheit auch zu Gute: viele Stände wurden gerade erst aufgebaut, und es gab reichliche Auswahl. Hübsche Schnäppchen machte ich am Stand einer Frau, die als Schaufensterdekorateurin einer namhaften schwedischen Modekette arbeitet und dafür immer wieder neuen Krimskrams benötigt, wofür sie ihren alten, nicht minder hübschen Krimskrams abstößt.

Auf dem Weg zum Kunsthof sah ich auf der Alaunstraße diese drei Herren sitzen:

Männer mit Muße … gesehen auf der Alaunstraße.

Männer mit Muße … gesehen auf der Alaunstraße.

Auf die Frage, ob ich sie fotografieren dürfe, meinte der Rechte: „Ich will mich heute nicht im Internet wiederfinden.“ So schnell wollte ich nicht aufgeben: „Und morgen?“ – „Morgen ist es mir egal.“ Woraufhin einer der beiden Anderen auf ihn wies und meinte: „Der hat doch ‘s Internet erfunden.“ Und dann lachten sie, wie es nur Männer mit Muße können.

Weitere Impressionen findet man hier.

Nachtrag (der Stilldemenz geschuldet):

Als ich den Eintrag eben nochmal las, fiel mir auf, dass ich total die Pointe verschenkt habe. Denn ich fand es doch so lustig, dass diese (Pardon!) ja nun nicht mehr ganz taufrischen Exemplare sofort von „Foto“ auf „Veröffentlichung im Internet“ schlossen. Silver Surfer mit Social-Media-Kompetenz eben!

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Pudding bei die Schnegge

Der kleine Backshop beim NETTO in der Rudolf-Leonhard-Straße steht eigentlich immer für gute Kampagnen. Sei es der mit Kreide auf eine Schiefertafel geschriebene Slogan: „Pfannkuchen – passen eigentlich immer“, oder jüngst dieses Juwel, das sich völlig unbekümmert vom Gender Mainstreaming zeigt:

Aufsteller vor der NETTO-Filiale, Rudolf-Leonhard-Straße-

Aufsteller vor der NETTO-Filiale, Rudolf-Leonhard-Straße-

(Oder ist das auch nur Teil der subtilen, sexistischen Kackscheiße?)

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Abschiedsabend im Kosakenhof

Ich bin ein bißchen traurig, weil der Besuch meiner Mutter so schnell vorüber ging. Den letzten Abend verbrachten wir im Kosakenhof. Lena setzte sich wie immer an unseren Tisch, um die Speisekarte zu erklären. Dabei lehrte sie mich auch ein Gebet: „Gott schütze die, die mich so nennen: ‚Liebes Kind, liebe Mutter, lieber Schatz.‘“

Abendstimmung im Kosakenhof.

Abendstimmung im Kosakenhof. Foto: JMK, 2012.

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Vorfreude

Ohne das Internet und seine Bewohner (here’s looking at you, Kid!) wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir dafür eine Karte zu besorgen: Weiterlesen

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Feinschmecker-Breichen

Das erste Breichen.

Das erste Breichen.

Das Bubele wäre nicht mein Sohn, wenn er seine anfängliche Skepsis gegenüber fester Nahrung nicht in dem Moment überwunden hätte, als ich ihm sagte, die Pampe nenne sich „Süßkartoffelschnee“.

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Brooke Magnanti über Frauenzeitschriften und Pornografie

If I had kids I’d be more worried about the messages they get from women’s magazines and advertising. Porn is fantasy, it is up front about the fact it’s not realistic. Whereas GLAMOUR and others like it say you can get this body in two weeks. They’re telling you a lie.

~Brooke Magnanti via BBC News

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Stilldemenz, interpretiert von Ahoi Polloi

In meinen Augen nicht weit her geholt und daher ein Schenkelklopfer:

Cartoon: vermutlich von Ahoi Polloi, gesehen in einem Autobus am Bischofsplatz.

Cartoon: vermutlich von Ahoi Polloi, gesehen in einem Autobus am Bischofsplatz.

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Blutroter Blues

Aus aktuellen Anlass …

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