London Grammar , „Hey Now“

„I take it you know London Grammar?“, fragte mich ein Freund gestern unvermittelt auf Facebook. „Sorry, these days my life’s more about band aids than bands“ – mein derzeitiges Leben dreht sich eben öfter um die Blessuren eines kleinen Jungen, als um den neuesten heißen Scheiß im Popgeschäft.

Aber von London Grammar und ihrem (fast zu perfekten) Debütalbum If You Wait bin ich seither wie bezaubert. Arrangements, in denen sich folkige Melancholie und trip-hoppige Elektronik zu großartigem Bombast vermischen. Frontfrau Hannah Reids Stimme, die in den unteren Lagen dunkel und geheimnisvoll klingt und sich dann in höchste Höhen aufschwingt.

Videos können London Grammar auch. „Hey Now“ beginnt eher verhalten. Und dann ist man schon mittendrin im elektronischen Zauberwald.

In dieser Live Session plaudern London Grammar auch kurz über ihren Werdegang und ihre Vorbilder:

(Danke, James.)

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Geburtstags-Hattrick (mit Preisfrage)

Das erste, was ich gestern Morgen sah, als ich die Augen aufschlug:

Geburtstagsfrühstück

Meine erste Gratulantin:

Mme Lazy.

Mme Lazy.

Und nun zur Preisfrage:

Ja, das ist der offizielle Bewirtungsbeleg.

Ja, das ist der offizielle Bewirtungsbeleg.

Wo waren wir zur Einkehr?

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„könnt ich werden, was ich will
ich wär das Wetter im April
jenseits von Vorhersehbarkeit
und auch von jeder blöden Zeit“

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Schönes auf meinem Schreibtisch: Wochenende

„Riecht's im Büro erst wie im Puff/hörste dann mal lieber uff.“

„Riecht’s im Büro erst wie im Puff/hörste dann mal lieber uff.“

Auf dem Tisch:

Schönes Wochenende!

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Felix Sturm, ein Architekt des Expressionismus, und sein Bau St. Maria Magdalena in Berlin-Niederschönhausen

Eines frühen Abends vergangene Woche stand ich  auf dem Balkon meiner Berliner Schwägerin und sah etwas, das dort zweifelsohne nicht erst seit gestern im Blickfeld stand, mir aber aus unerklärlichen Gründen noch nie aufgefallen war – und das, obwohl es sich um eine wirklich auffällige Struktur handelte. Aus der Ferne hatte ich zunächst die Assoziation, als habe man versucht, mit den Mitteln der norddeutschen Backsteingotik einen maurischen Turm zu erbauen.

Ich konnte mir auf diesen Fremdkörper inmitten der eher kleinstädtischen Bebauung des „Baumviertels“ keinen Reim machen und beschloss, dort in den nächsten Tagen vorbei zu radeln. Gedacht, getan, und was soll ich sagen – was ich vorfand, war eine Entdeckung. Weiterlesen

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Schönes auf meinem Schreibtisch

Eine neue Woche ist wie ein unbeschriebenes Blatt. Denkste!

In Wahrheit freue ich mich, nach einer Woche in Berlin wieder am Schreibtisch meines Büros zu sitzen und endlich all die Dinge in Angriff zu nehmen, die meinen Kopf zumüllen. Dagegen hilft: aufschreiben.

Deswegen hatte ich schon eine Weile nach einer Schreibtischunterlage zum Vollkritzeln gesucht. Aber schön sollte sie sein. etwas, das man gerne anguckt. Fündig wurde ich beim Kölner Label von HELDEN & TATEN, deren nüchternes und dennoch verspieltes Dreiecksdesign es mir angetan hatte. Heute lag das Paket da. Nichts gibt einem größeren Antrieb, als am Montagmorgen Packpapier aufzureißen. Et voilà!

Schlechtes Foto, schöne Dinge: mein Schreibtisch heute früh.

Schlechtes Foto, schöne Dinge: mein Schreibtisch heute früh.

Das Design ist wirklich hübsch. Nur die Grammatur der Blätter empfinde ich mit 80 g als zu gering: schon nach wenigen Stunden Arbeiten zeigen sich erste Eselsohren vom Drüberstreifen mit den Unterarmen.

Die Schreibtischunterlage in meiner Wunschfarbe Grün passt perfekt zu meiner Microsoft-Arc-Tastatur, deren geschwungene Freiform ich als gelungene Mischung aus niedlich und „spacig“ empfinde. Ein großes Manko für Vielschreiber wie mich sind die fehlenden Cursor-Tasten, die durch ein etwas ruckeliges Steuerkreuz ersetzt wurden. Was gar nicht geht: die „Pos1“-Taste, die ich andauernd benutze, ganz oben in der Mitte der Tastatur anzubringen. Ansonsten bin ich recht zufrieden.

Schließlich sieht man noch mein Elecom-Mauspad. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Mauspads mit Handballenauflage, deren Stoffüberzug an den Stellen mit Hautkontakt mit der Zeit unansehnliche Flecken entwickelte, wirkt die Oberfläche des Elecom GelEx auch nach einem halben Jahr Gebrauch wie neu. Kann ich nur empfehlen.

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Vom Valentinstag, einer Zwiebel und einem Mädchen namens Jack

„Valentinstag wurde erfunden, um Blumen- und Pralinenverkäufe anzukurbeln.“ – Klappe zu, Affe tot.

Auch ich habe den vormonatsgestrigen Valentinstag nicht begangen: ich war seit sechs Uhr früh mit Reisevorbereitungen und der Rückreise nach Dresden beschäftigt und anschließend so erschöpft, dass ich den Tag einfach gemütlich mit Mann und einer Freundin ausklingen ließ.

Aber als ich heute meinen Feedreader durchforstete, stieß ich auf ein Gedicht, dessen sprachliche Bilder ich als Foodlover und Ehefrau wunderbar frisch, unverbraucht und kraftvoll finde. Da es vermutlich nicht rechtens ist, das Gedicht in ganzer Länge zu zitieren, begnüge ich mich mit einem Verweis: Carol Ann Duffy, „Valentine“ – bitte lesen und staunen.

Das Blog, wo ich fündig wurde, A Girl Called Jack, ist seit Monaten übrigens mein absolutes Lieblings-Foodblog, ganz einfach, weil es nicht um verzierte Cupcakes und anderen Girliescheiß geht, sondern um Essen, Armut und Politik. Nicht umsonst wurde Bloggerin Jack Monroe binnen kurzem zu einer Ikone der Kapitalismuskritik und sogar mit dem Woman of the Year Award ausgezeichnet. Lesebefehl!

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Wolkenkratzerkletterkids

Ich habe jetzt zwei Mal in meinem Leben diesen Wolkenkratzerkletterkids bei ihrem Tun zugesehen. Meine Reaktionen sind immer dieselben:

  1. Ich kann nicht hinsehen.
  2. Ich kann nicht wegsehen.
  3. Ich lande immer wieder beim selben Gedanken.

Denn ich muss an die Mütter denken, die Wehen durchlitten haben, um diese Burschen in die Welt zu setzen. Das kann doch nicht sein, dass Du als Mutter eine solch existenzielle Anstrengung unternimmst, und dann gehen diese Goofen los und setzen ihr Leben so leichtfertig aufs Spiel.

Mir ist schon klar, dass man meinetwegen auch Rennfahrern oder Berufssoldaten einen ähnlichen Vorwurf machen könnte.

Aber diese Videos lösen in mir Gefühle aus, die Gewaltfantasien sehr nahe kommen. Sie machen mich aggressiv.

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Wenigstens einer, den die ständigen Wäscheberge in der Wohnung nicht stören.

Wenigstens einer, den die ständigen Wäscheberge in der Wohnung nicht stören.

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Lila auf Matschbraun

Als ich das Lila der Krokusse im matschbraunen Gras wahrnahm, war ich mir ganz und gar sicher, dass alles wahr werden würde, was ich mir gewünscht und in den letzten Tagen beinahe gefühlt hatte.

Momente profunder Wahrheiten geschehen immer an den prosaischsten Orten. Keiner um mich herum ahnt etwas. Ich ahne auch nichts von den Abgründen der Anderen. Meine eigenen reichen mir.

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